{"id":159,"date":"2010-10-13T00:00:40","date_gmt":"2010-10-12T22:00:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dietricheberle1974mv.de\/?p=159"},"modified":"2012-08-26T11:51:51","modified_gmt":"2012-08-26T09:51:51","slug":"loch-ness-marathon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dietricheberle1974mv.de\/?p=159","title":{"rendered":"Loch Ness Marathon"},"content":{"rendered":"<p>(03.10.2010)<\/p>\n<p>Diesen Lauf hatte ich schon lange auf meiner Wunschliste, nicht nur wegen Nessie, sondern auch f\u00fcr mein 32. Marathonland Gro\u00dfbritannien, wenn auch sicher die Schotten sich gerne als eigenes Land z\u00e4hlen w\u00fcrden. So startete ich dann Freitag morgen mit der Metronom Eisenbahngesellschaft von Harburg nach Bremen, mit der Stra\u00dfenbahn Nr. 6 zum Flughafen und mit Ryanair nach Edinburgh. Ein Airport-Shuttle-Bus bringt mich zur Weverley Station und weiter geht\u00b4s mit einem Dieselzug auf einer aussichtsreichen Fahrt durchs schottische Hochland nach Inverness, dem Zielort des 3. Loch Ness Marathons. Ich habe in einem Hostel direkt am Schlo\u00df und mit Blick auf den River Ness 2 N\u00e4chte im Mehrbettzimmer gebucht, ebenso preiswert wie der Flug.<\/p>\n<p>Inverness ist der Hauptort des n\u00f6rdlichen schottischen Hochlandes und sehr lebendig, nat\u00fcrlich mit vielen urigen Pubs und alten und interessanten Geb\u00e4uden. Ich werde mit Regenwetter und ungem\u00fctlichem Wind empfangen. Der River Ness f\u00fchrt jetzt viel Wasser und flie\u00dft zum Teil \u00fcber kleine Stromschnellen vom Loch Ness durch Inverness in den Moray Firth als Verbindung zur Nordsee. Nach Pub-Erkundungen am Freitag abend zeigt sich Inverness am Sonnabend von seiner Sonnenseite, gut zum besichtigen und fotografieren, au\u00dferdem will ich die Startunterlagen am Zielbereich abholen.<\/p>\n<p>Es sind am Flu\u00dfufer gro\u00dfe Zelte auf dem Sportgel\u00e4nde aufgebaut, und die Starterlisten zeigen ein Teilnehmerfeld von \u00fcber 4000 L\u00e4ufern, das hier morgen an der lebensgro\u00dfen? aufgeblasenen Nessie-Attrappe ins Ziel einlaufen soll. Ich wandere dann noch entlang des Flusses, auf mehreren Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccken mit Stahlseil-Konstruktion kann man den River Ness \u00fcberqueren, der auch ein paar kleine Inseln in rasantem Tempo umflie\u00dft.<\/p>\n<p>Der Laufmorgen am Sonntag beginnt fr\u00fch, ich mache mich im Hostel gleich startklar und packe meinen Klein-Rucksack, er ist vom Dead-Sea-Ultra in Jordanien, der meinem Anspruch w\u00fcrdig ist als Ausr\u00fcstungs- und Gep\u00e4ck-Minimalist. Nach ca. 1,5 km erreiche ich den Abfahrtsbereich der zahlreichen Busse, z.T. Doppeldecker, die die L\u00e4ufermassen p\u00fcnktlich um 8 Uhr zum Start fahren werden, irgendwo im, wie sich herausstellen wird, unwirtlichen und einsamen Hochland. Ja, es regnet hier, 450 H\u00f6henmeter \u00fcber Inverness, auf der langgezogenen Stra\u00dfe mit dem Startbogen und den Zeitme\u00dfmatten. Der Wind ist frisch bei Temperaturen knapp \u00fcber 10\u00b0. Wir sind erst 9:20 Uhr hier nahe Fort Augustus angekommen und f\u00fcr einige, die sich noch umziehen m\u00fcssen, wird es knapp, denn das Gep\u00e4ck mu\u00df noch einige hundert Meter vom Start an den LKW\u00b4s abgegeben werden.<\/p>\n<p>Beim Start um 10 Uhr ist wie immer mein f\u00fcr Nichteingeweihte nur schwer lesbarer Hahn-Zeiten-Zettel dabei. Der Veranstalter peitscht seine Worte durch den Lautsprecher so wie der Regen die L\u00e4ufer. Es geht die ersten 10 km mit gro\u00dfem Hallo bergab, viele scheinen zu glauben, das geht bis zum Ziel so weiter. Die anfangs niedere Vegetation geht dann in regenverhangenen Wald \u00fcber, als man das s\u00fcd\u00f6stliche Ufer des langgestreckten Loch Ness erreicht. Nach 21 km und 2:16 h h\u00f6rt schlie\u00dflich der Regen auf und es beginnt aufzuklaren. Der See erlaubt jetzt sehr sch\u00f6ne Ausblicke. Es geht immer auf dem jetzt abtrocknenden Asphalt auf und ab, Verpflegungsstationen gibt es alle 5 km. Nessie hat keiner gesehen, aber das ist ja gerade das besondere an dem sagenumwobenen Seeungeheuer.<\/p>\n<p>Dann passiert das, womit man immer rechnen mu\u00df. Auf den letzten 12 km gibt es noch ein paar saftige Steigungen, und einige, die mich bis jetzt mit Bravour \u00fcberholt hatten, sehen mich zum 2. Mal. Ich laufe konstant durch und die Hahn-Zeit 4:37 scheint m\u00f6glich zu sein. Die letzten km ziehen sich entlang des River Ness bis in die Stadt, \u00fcber eine Br\u00fccke ans Nordufer und wieder in der Gegenrichtung den letzten km ins sonnige Ziel, Hahn 4:36 h bei +260 und -710 Hm, dann Medaillenverleihung und Finishershirt. Wie die Ergebnisse sp\u00e4ter zeigen, sind ca. 2500 L\u00e4ufer ins Ziel gekommen, die Differenz zu den 4000 gemeldeten m\u00fcssen nicht gestartete und ausgeschiedene unter sich ausgemacht haben.<\/p>\n<p>Geduscht wird im nahegelegenen Sportzentrum. Das gegen Essenmarken angebotene, nach Schottenart karge Mahl macht mich nicht satt und ich g\u00f6nne mir f\u00fcr 4 Pfund ein mit reichlich Spanferkel belegtes Br\u00f6tchen und au\u00dferdem 1 Pint (\u00fcber \u00bd Liter) sehr dunkles Bier (kein Guiness!).<\/p>\n<p>Irgendwann mu\u00df ich dann zum Bahnhof von Inverness. Am sp\u00e4ten Nachmittag bringt mich der Zug wieder bequem zur\u00fcck nach Edinburgh, wo ich f\u00fcr diesen Abend keine Unterkunft gebucht habe, sondern gleich weiter zum Flughafen fahre. Mein Abendessen sind 2 Sandwiches im Cafe, dann mache ich mich auf leidlich bequemen B\u00e4nken lang , den Rucksack als Kopfkissen, und es gelingt mir, etwas zu ruhen. Bevor um 4 Uhr der Zugang zu den Gates \u00f6ffnet, verbrauche ich die restlichen Pfunde f\u00fcr ein Croissant und eine Riesentasse Capuccino. Um 6:20 Uhr geht der Flieger nach Bremen, dann guter Bahn- und Busanschlu\u00df und Ankunft am sp\u00e4ten Vormittag in der Uhlandstra\u00dfe 41 in Hittfeld. Ein erlebnisreiches Wochenende mit einem sch\u00f6nen und interessanten Marathon!<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">(Dietrich Eberle)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(03.10.2010) Diesen Lauf hatte ich schon lange auf meiner Wunschliste, nicht nur wegen Nessie, sondern auch f\u00fcr mein 32. 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