6. König Ludwig Marathon in Füssen

(23.07.2006)

An diesem Lauf habe ich nach 2002 das zweite mal teilgenommen. Inzwischen hat sich aber der Streckenverlauf und Start und Ziel geändert. Eigentlich wollte ich nach Bremerhaven. Nun hatte mir aber Erbse ihren Füssener Startplatz angeboten, und nachdem die Ummeldung geklärt war, habe ich mich dann sehr kurzfristig für König Ludwig entschieden. Bei der Startunterlagenausgabe erhält jeder ein T-Shirt, diesmal in einem schönen blau, und einen Leihchip für die Zeitmessung.

Die Nudelparty am Sonnabend vor dem Festspielhaus am Forggensee war sehr stimmungsvoll mit Blick auf die Berge und davor Schloß Neuschwanstein. Die Temperaturen lagen um 30°C. In der Nacht gab es Gewitter mit starkem Regen, so daß es am Sonntag mit ca. 25°C etwas kühler war.

Der Start war um 8 h am Festspielhaus. Die Strecke besteht aus einer großen Runde mit fast ständigem Panoramablick auf die Berge, Seen und die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Zunächst bleibt der Kurs flach und die über 500 Teilnehmer umrunden den Hopfensee, dann wird der Lech überquert, und es geht weiter entlang des Forggensees, dann an den Schlössern vorbei und wieder über den Lech. Jetzt nach ca. 35 km gibt es ein paar nennenswerte Steigungen, die sich auf dem Weg zur Umrundung zweier kleinerer Seen auf +175 / -165 m addieren. Bergab erreiche ich dann nach 4:14:42 h das Ziel in der Füssener Altstadt und bekomme als 14. von 25 in der AK M55 die Finishermedaille meines 250. Marathons.

100 MC – Läufer habe ich nicht getroffen, aber 2 Teilnehmer des Dead Sea Ultra vom Vorjahr. Insgesamt eine schöne und gelungene Marathonveranstaltung.

(Dietrich Eberle)

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Niagara Falls Marathon

(23.10.2005)

Vom 19.-25.10. war ich mit einer Sportreisegruppe in Kanada. Bei der Einreise in Toronto war der Beamte nicht sehr erfreut über die Stempel von Ägypten, Jordanien, China, Kuba, Sri Lanka, Nepal usw. in meinem Paß. Ankunft im Hotel „Overlooking the Falls“, was nicht zu viel versprochen war, denn man hatte unmittelbar Blick auf die beindruckenden, tosenden Wasserfälle des Niagara.

Nach Bus-Besichtigungstouren entlang des Flusses mit Besuch eines der vielen Weingüter in dieser Gegend und nach Toronto war am Sonntag der Marathon dran. Alle Teilnehmer mußten am Vortag hinüber in die USA, um sich ein Visum zu besorgen, denn der Lauf startete in Buffalo (USA). Man durfte seine Fingerabdrücke abgeben und wurde fotografiert. Die sehen das hier einigermaßen verbissen.

Das Wetter hatte sich von gut auf Regen bei 5°C geändert und so kam ich am Ziel der schönen und flachen Strecke, die entlang des Niagara führte, ziemlich durchgefroren nach 4:24:25 h ins Ziel an den Niagarafällen. Die warme Hoteldusche war da nicht schlecht. Weitere 100 MC Mitglieder wurden von mir nicht gesichtet. Dann zum Abschluß gemeinsames Abendessen mit interner Siegerehrung.

Insgesamt eine kurze, aber sehr lohnende Reise.

(Dietrich Eberle)

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Sächsisches Doppel in Dresden

bei Thomas Schiebel

(07.05.2005 / 08.05.2005)

Nach der letzten Mail-Aufforderung von Thomas habe ich mich endlich entschieden, nach Dresden zu fahren. Gunla hatte aus lauter Verzweiflung schon in Hannover gemeldet.

Nach 500 km Autobahn war ich um ca. 17h bei Thomas und Ute im Eppendorfer Weg 2. Für mich war noch Platz unter dem Dach zusammen mit Vaclav aus Tschechien. Verständigung schwierig, da mein tschechisch mangelhaft ist. Aus den Niederlanden war Han Frenken mit Sohn gekommen. Thomas unternahm mit uns noch eine kurze Stadtführung zu Mac Donalds (für Han´s Sohn), Frauenkirche, Zwinger, Semperoper…. Auf dem Rückweg wurde Sigrid am Bahnhof aufgegabelt. Inzwischen waren auch Lothar und Rita angekommen. Das Wetter wurde zusehends windiger und kühler.

Am Samstag war 7:30h Frühstück, 8:30h Abfahrt zum Parkhaus Marathon. Start um 11h. Thomas hatte alles perfekt vorbereitet. Es waren 46 Runden zu laufen, vom Start im Erdgeschoß eine Runde nach draußen um den Block, dann hinauf bis zur Ebene +5 und wieder über die Abfahrt hinunter. Die ersten 2 Stunden wurden wir von den Meißener Blasmusikanten unterhalten, den Rest besorgten dann die von Thomas extra verpflichteten netten Rundenzählerinnen, die zufällig auch die Kunst der Massage beherrschten. Thomas hatte auch nicht versäumt, bei meiner Anmeldung den Wadenumfang abzufragen, den ich mit 30 cm angab, zur perfekten Vorbereitung der Physiotherapeutinnen. Ihn selbst sah ich dann auch mehr auf der Massagebank als beim Laufen, trotzdem war er eher im Ziel dieses Berglaufes mit gemessenen 650 Höhenmetern.

Nach Empfang der Medaille wollte auch ich meine Beine lockern lassen. Berthold von der Wetzlar Gäng war aber schneller und nahm mir meinen Platz auf der Pritsche weg. Er wurde, wahrscheinlich auf Grund seiner Länge von über 2m, von 2 jungen Damen gleichzeitig behandelt. Alfred traute sich nicht, gab aber seine üblichen Kommentare ab. Noch während ich massiert und mit Bier versorgt wurde, bekam ich die Urkunde. Die Duschen waren im Schwesternheim, aber ohne Schwestern. Dann mussten wir noch schnell zur Anmeldung des Oberelbe Marathons. Mit einem Teller Nudeln stieg ich in Frank Berka´s Auto und es ging zum World Trade Center. Hier stellten wir wieder mal fest, dass Sigrid den wichtigsten Job beim 100 MC macht, denn die Gelbhemden sind nirgends zu übersehen. Sigrid, Frank, Affenzahn, Steven und ich probierten dann noch das alkoholfreie Erdinger.

Bei Thomas hatte sich die Gästeliste geändert, denn Han Frenken musste wieder zum Taxifahren in die NL. Dafür waren jetzt Hajo “Eisenmeyer“ und Affenzahn dabei. Nach dem von Ute und Rita servierten Abendessen und bei einem kleinen Bier wurde dann noch über Gott und die Welt, nein, über den 100 MC und die Welt, geredet. Um 22h nahm ich meinen Schlafplatz unter dem Dachfenster ein, gegen das diese Nacht Sturm und Regen trommeln sollten als Vorgeschmack auf den Oberelbe Marathon.

Ein frühes Frühstück um 6:30h war die Voraussetzung, dass wir den Eppendorfer Weg um 7:15h verlassen konnten, auch wenn Vaclav seine zahlreichen Plastiktüten noch nicht endgültig sortiert und gepackt hatte, was uns nur zufällig an Rubbish Ray erinnerte. Die Autos wurden am Ziel-Stadion geparkt und der Zug brachte uns alle gutgelaunt nach Königstein.

Ca. 1000 Starter waren es um 9:30h bei Gegenwind, 7°, Regen, Hagel. Zwischendurch hellte es sich etwas auf, aber nicht dauerhaft. Zunächst ging es direkt am Elbufer entlang, auch über einen Bahnübergang, an dem Sigrid einige Minuten verbracht haben soll, dann sogar durch einen Bahnhof und die Unterführung. Pirna kündigte die 21-km-Marke an. Über die Elbauen zog es sich bei noch stärker werdendem Gegenwind hin, bis die Türme und Brücken von Dresden sichtbar wurden. Die Sonne kam durch und ich auch ins Ziel. Das Sächsische Doppel war geschafft, und wir 100 MC´ler durften mal wieder 2 Medaillen um den Hals tragen.

Trotzdem mussten sich alle bald auf den langen Heimweg machen, Hajo nach Hamburg, Frank nach Bonn, ich nach Hittfeld usw. Gerade hat mir Thomas die Wertung des Sächsischen Doppels gemailt. Einen Pokal gibt es auch noch dazu!! Vielen Dank an Thomas, Ute und Tochter für die tolle Organisation des Parkhaus Marathons, Unterbringung, Verpflegung, Touri-Führung usw….!!

Thomas hat übrigens schon wieder etliche Lauf-Events in Planung, wie Kummerower See, Hartwigsdorf ……. Ich kann wohl leider nicht dabei sein, weil mal wieder der Berg ruft: „Diiidi, Diiidi,……!“

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Die Winterserie des 100 MC

13 Marathons in 13 Tagen

(20.12.2002 – 01.01.2003)

Ein Jahr zuvor fand diese Serie als 12er das erste mal statt und irgendwann im Jahre 2002 hörte ich von Christian, daß dieser Wahnsinn sich diesesmal als 13er wiederholen soll.
Zunächst habe ich das einfach nur zur Kenntnis genommen, aber in der 2. Jahreshälfte dachte ich daran, vielleicht an ein paar Läufen teilzunehmen, auch weil Christian ständig davon redete und die Werbetrommel rührte.
Die Teichwiesen kannte ich ja schon zur Genüge, wo man auf baumbestandenen Wegen die fetten Weiden der Galloway-Rinder auf einem ca.2,6 km langen Naturkurs 16,3 mal umrundet. Aber das jetzt im Winter und 13 mal in Folge, wo ich es bisher maximal zu einigen Doppeldeckern gebracht habe!
Da berechtigterweise Nach- und Ummeldungen in diesem Jahr nicht zulässig waren, mußte ich mich bis zum 8. Dezember entscheiden, für welche Läufe ich melden sollte. Das Ergebnis war, daß ich mich kurz vor Meldeschluß für alle 13 entschieden habe, um mir alle Möglichkeiten offen zu halten. Mein Ziel war es ja, mit 5 Läufen überhaupt in die Wertung zu kommen, zumal ich mich im Dezember schon ziemlich „platt“ fühlte aufgrund des für meine Verhältnisse hohen Pensums im Jahre 2002. So mußte ich also versuchen, mich während der Serie wieder aufzubauen.

Nr. 01: Freitag, 20.12.02

Um 17 h starteten 17 unerschrockene Läufer zur Winterserie 2002 auf der „Titanic-Strecke“. Vom Wetter her gab es einen Vorgeschmack auf die Serie, Eisglätte bei –2° und das bei Dunkelheit. Die Stimmung war schon heute gut, wie die ganze Serie hindurch, später kam noch reichlich Galgenhumor dazu. Ich kam nach 4:35 h im Mittelfeld ins Ziel und war dann ca. um 23 h zu hause. Jetzt hieß es duschen, essen, trinken, schlafen und wieder aufstehen und nach Volksdorf fahren. Das sollte sich nun also fast 2 Wochen wiederholen!

Nr. 02: Sonnabend, 21.12.02

Der Start war um 10 h an den Teichwiesen, also eine kurze Regenerationszeit. Verhältnisse wie am Vortag, man hätte auch heute Schlittschuhlaufen können. Mit 5:02 fand ich mich schließlich ziemlich am Ende des 21 Läufer starken Finisherfeldes wieder, war aber froh, überhaupt im Ziel zu sein.

Nr. 03: Sonntag, 22.12.02

Wieder 10 h Teichwiesen, heute mit 23 die höchste Finisherzahl der Serie, dabei extreme Eisglätte und –3°, man konnte sich wirklich kaum auf den Beinen halten. Nach 4:43 landete ich im tiefen Mittelfeld, aber nun konnte ich jeden Tag einen neuen persönlichen Rekord aufstellen. Das erste mal hatte ich nun 3 Marathons an drei aufeinander folgenden Tagen beendet.

Nr. 04: Montag, 23.12.02

Heute waren wir 16 Starter, die den Marathon bei –7°, Sonne und auf Neuschnee finishten.
Mit 4:35 konnte ich zufrieden sein. Lothar Gehrke war nicht nur heute als Betreuer für uns da, sondern insgesamt 7 mal in der gesamten Serie, immer dann, wenn er nicht gerade selber lief.
Dafür bedanken wir uns besonders bei ihm und natürlich bei allen anderen Helfern, denn ohne sie würde nicht viel „laufen“!

Nr. 05: Dienstag, 24.12.02

Heute war der Start schon um 9:30 h, wohl, damit man ½ Stunde länger für die Familie hat.
Dieser Tag brachte mich an mein erstes Ziel, in die Serienwertung, zusammen mit 9 anderen Läuferinnen und Läufern. Ich erreichte 4:52 und zunächst den 7. Platz in der Serienwertung. Es schneite große Flocken bei –5°, Untergrund pulveriger Schnee. Heute hatten wir den Ernstfall, nämlich keinen Betreuer. Das äußerte sich z. B. dadurch, daß man den Tee aus dem Becher nicht mehr trinken konnte, weil er gefroren war. Die 18 Finisher konnte das aber auch nicht stoppen. Wie immer, waren wir im Ziel total durchgefroren, aber unsere gute Stimmung mit dem unerschütterlichen (Galgen)humor hielt uns aufrecht!

Nr. 06: Mittwoch, 25.12.02

13 Leute nahmen den 1. Weihnachtstag in Angriff auf Pulverschnee bei –2°. Es gab für mich eine 5:01, die Serie scheint sich in den Zeiten eindringlich niederzuschlagen. 34 Läufer und 1 Hund haben sich bisher an der Serie beteiligt. In der Serienwertung sind augenblicklich 4 Frauen, 6 Männer und 1 Hund, es führt Vito Piero Ancora vor Manfred Iser und Norbert Schmid, ich bin auf Platz 6.

Nr. 07: Donnerstag, 26.12.02

In diesen Tagen habe nicht nur ich es erlebt: Man steht morgens vor dem Spiegel und sieht jemanden, den man nicht kennt, tiefe Ringe unter den Augen und um Jahre gealtert. Trotzdem sind wieder 16 Menschen und 2 Hunde auf der bei 2-5° mit Eis-und Schneematsch bedeckten Strecke. Auf dem sehr schwer zu laufenden Untergrund kommen 2 von uns leider nicht ins Ziel, Manfred Hopp stürzt über einen freilaufenden Hund, Norbert Schmid zieht sich eine Muskelverletzung zu. Ich erreiche 4:54, das sind Ergebnisse, an die ich mich scheinbar gewöhnen muß.

Nr. 08: Freitag, 27.12.02

Die Bedingungen sind heute wieder einmal extrem, Nieselregen auf Eis- und Schneeglätte bei 2-6°, teils fast unlaufbar. Das Rennen nehmen 16 Frauen und Männer sowie 1 Hund auf, 2 Läufer werfen nach einigen Runden schlicht das Handtuch. Die 5:04 wird meine schlechteste
Serienzeit bleiben und somit auf Christians täglichem Wertungsprotokoll violett markiert.
Es beginnen die Spekulationen über den Seriensieg, Vito Piero hat einen konfortablen Vorsprung vor Manfred und Christian, alle anderen scheinen weit abgeschlagen zu sein.

Nr. 09: Sonnabend, 28.12.02

Wir gratulieren Peter Wieneke zu seinem 56. Geburtstag und seinem 250. Marathon gesamt sowie dem 75. in diesem Jahr! 2 Hunde, 2 Frauen und 14 Männer nehmen den Peter Wieneke Marathon in Angriff, diesmal finishen wieder alle. Die Streckenverhältnisse sind heute so gut wie nie zuvor in der Serie, die Wege sind eis- und schneefrei bei 6°. Das hat zur Folge, daß 5 der 18 Läufer, die am Ende mit mindestens 5 Läufen in die Serienwertung kamen, heute ihre beste Zeit liefen! Auch ich legte endlich mal eine 4:16 hin, blieb aber in der Wertung auf Platz 6.

Nr. 10: Sonntag, 29.12.02

16 Läuferinnen und Läufer sind bei ähnlichen Bedingungen wie gestern unterwegs, Norbert muß leider wieder mit Verletzung aufgeben. Ich beginne mich unerwartet zu steigern, als Gesamtdritter mit 4:11 und erneuter Serienbestzeit tilge ich wieder eine der ganz schlechten Zeiten aus meiner Wertung und liege in der Serie auf Platz 4 hinter Vito Piero, Manfred und Christian. Bertold und Alfred aus Wetzlar haben heute das erste mal 3 Marathons in Folge geschafft! 2 weitere sollen es noch werden.

Nr. 11: Montag, 30.12.02

Es wurde mal wieder Zeit für Neuschnee, der aber langsam wegtaute, so daß es nicht allzu glatt wurde. 16 Menschen und 1 Hund nahmen die Herausforderung an, Bianca Gudd gab sich dann mit 26,7 km zufrieden. In der Ergebnisliste dieses Tages triumphierte der 100 Marathon Club auf den ersten 5 Plätzen, das kann doch kein Zufall sein? Ein gewisser Oliver Wille taucht aus der „Tiefe des Feldes“ auf, ist jetzt auch innerhalb der Serienwertung und setzt sich mit seinem heutigen Sieg auf Platz 1 der Wertung. Dadurch rutschen wir alle einen tiefer, auch ich mit der erneuten guten Zeit von 4:16 auf den 5. Rang.

Nr. 12: Dienstag, 31.12.02

An den Teichwiesen findet heute ein Sylvesterlauf statt, so daß wir um 9:30 h auf der Titanic-Strecke starten. Die Bedingungen sind bei Sonne, Windstille und trockener Straße bei
-3° wirklich fast ideal. Trotzdem starten nur 9 Menschen und 1 Hund, die geringste Starterzahl der Serie. Nach 4:01 bin ich mit erneuter persönlicher Serienbestzeit im Ziel.
Mein Körper scheint den Widerstand aufgegeben zu haben. Später, am nächsten Morgen, erfahre ich von Christian, daß ich mich damit, gegenüber Oliver dank des Bonus, an die Spitze der Serienwertung gesetzt habe. Bei mir selbst ist die Überraschung darüber wirklich am größten!

Nr. 13: Mittwoch, 01.01.03

14 Läuferinnen und Läufer starteten um 12 h zum letzten Marathon der Winterserie.
Ich hatte mir das alles so schön vorgestellt, zumindest die zwei,drei letzten Serienmarathons ganz in Ruhe laufen zu können. Daraus war aber nun nichts geworden. Morgens auf dem Wege von Hittfeld nach Volksdorf erzählte mir Christian über Handy ganz genau, wieviel Vorsprung ich hatte und wer wie schnell laufen mußte oder durfte, damit dieser oder jener gewinnt. Jedenfalls hatte ich im Schnitt best five incl. Bonus vor dem Finale 27 !! sec. Vorsprung vor Oliver, der selbstverständlich von Christian ebenfalls über den Stand informiert worden war. Man bekommt für jeden Lauf über 5 Marathons hinaus 5 Bonusminuten, also würde ich somit auf 40, Oliver aber nur auf 5 Bonusminuten kommen.
Daraus ergab sich, daß Olli auf jeden Fall unter 3:43:43 laufen mußte, und wenn ich unter 4:35:30 bliebe, müßte er um genau dieselbe Differenz unter seiner Vorgabe bleiben. Während des Laufes habe ich die etwas einfachere Formel entwickelt, daß Olli mich keine 3 mal überrunden durfte.
Die Strecke war heute bei –4° teilweise wieder vereist. Olli legte am Anfang ein starkes Tempo vor, nahm mir schnell eine Runde ab, die zweite Überrundung dauerte etwas länger, da sein Tempo etwas nachließ, ich aber noch geringfügig steigern konnte. Erst ca. 3 Runden vor Schluß wußte ich dann sicher, daß er mich nicht ein drittes mal überholen würde und ich den Sieg in der Tasche hatte. Das machte die letzten Runden aber auch nicht leichter. Olli begleitete mich dann noch auf meiner letzten Runde und so beendeten wir gemeinsam die Serie. Mit einer 4:10 erreichte ich meine zweitbeste Serienzeit und damit auch meine besten 5 Zeiten in den letzten 5 Tagen.
Schließlich gewann ich also die Serie mit 2:38 Wertungsminuten vor Olli, dann folgten Christian, Vito Piero, Manfred und Rosi als erste Frau.
4 Läuferinnen und 14 Läufer waren innerhalb der Serienwertung mit mindestens 5 Läufen.
42 Teilnehmer wurden insgesamt gezählt.
3 Läufer beendeten alle 13 Marathons, nämlich Christian, Rosi und ich.
Ich möchte zum Schluß nicht versäumen, Christian als Organisator der Winterserie für seinen unermüdlichen Einsatz zu danken und nochmals allen Helfern für die Betreuung, denn ohne einzelne Läufer ist die Serie wohl möglich, aber nicht ohne den Organisator und die Helfer!
Ich glaube, diese 13 Tage werde ich so schnell nicht vergessen, als wir Marathonläufer so zum täglichen Bild der Teichwiesen gehörten wie die highland cows auf ihrer Koppel.

(Dietrich Eberle)

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Unsere Reise zum Pharaonenlauf nach Ägypten

mit Zwischenstopps in:
Sondershausen…….Frankfurt…….Kairo……..Athen

(25.10.2002 – 04.11.2002)

Eigentlich fing alles schon viel früher an, auf der Fahrt zum Aabenraa-Bjergmarathon am 22.06. Christian erzählte mir von seiner Idee, wie man aus einer normalen Teilnahme am 100km-Pharaonenlauf in Ägypten eine spannende Marathon-Tour machen könnte. Schließlich waren es dann 4 Läufer, die sich auf die Reise machten, nämlich die 100 MC’ler Barbara Slachetka, Christian Hottas und Dietrich Eberle und außerdem Norbert Schmid.

Freitag, 25.10.02

Ich fahre am Nachmittag nach Volksdorf, um Barbara und Christian abzuholen.
Norbert hat sich nämlich eine eigene Miles-and-More-Route ausgedacht und wird erst in Kairo zu uns stoßen. Wir nehmen auch noch Tad und Peter aus London mit (100 MC UK), die sich aber mit dem Underground-Marathon Sondershausen begnügen werden. Mein Wagen ist mit 5 Personen gut ausgelastet und um 18 Uhr starten wir über die Autobahn nach Süden. Bei Dauerregen und mit nur einer kurzen Rast im Pizzaimbiß erreichen wir gegen 22.30 h die JH Juventus in Sondershausen, unser erstes Marathonziel auf dieser Lauf-Erlebnis-Tour. Ein paar Stunden Nachtruhe sind bis morgen früh ja auch noch drin.

Sonnabend, 26.10.02 / Marathon im Brügmann-Schacht

Frühstück ist um 7 Uhr, und ich treffe auch Manfred Iser, den ich vom Fuldahöhenlauf kenne. Kurz nach 8 h fahren wir los, um zunächst die Startunterlagen abzuholen. Natürlich ist der 100 MC stark vertreten, ich glaube, wir stellten 17 von 104 gemeldeten Läufern, darunter Sigrid Eichner, Lothar Gehrke, Thorsten Themm und Dieter Merker. Dann fahren wir ab in den Schacht bis auf 700m unter Tage, das sind 400m unter NN. Um 10 h starten alle, ausgerüstet mit Fahrrad-Sturzhelmen, zum Marathon und Halbmarathon. Eine Runde von 10,5 km mit starken Steigungen ist 4 mal zu durchlaufen, wie schon vor ca. einem Jahr vom 100 MC durchgeführt. Allen Wiederholungstätern kommt die Streckenkenntnis zugute und so mancher Mitläufer, der mit full Power startete, wird unterwegs eingesackt, denn das Streckenprofil und die Temperatur von 25 – 30 °C fordern ihren Tribut. Kurz vor dem Ziel ruft jemand von hinten: “Wenn Du Dich nicht beeilst, hole ich Dich noch ein“.
Manfred Iser war so fair, mich zu warnen, so daß ich ein paar Sekunden ins Ziel rettete und mit 4:46 h finishte. Platz 3 in M50 war für mich, der damit nicht gerade verwöhnt wird, ein gutes Ergebnis. Barbara (4:24, Platz 30, 2. Frau) und Christian (4:27, Platz 32) müssen sich ein hartes Rennen geliefert haben, wobei Christian hier bei seinem bereits 3. Start persönliche Sondershausen-Bestzeit erreicht. Nach Freibier, Siegerehrung und dem Duschen dann um 17.30 h Weiterfahrt nach Wetzlar, wo wir es uns zunächst beim Italiener gut gehen lassen und anschließend bei Bertold Becker im Wohnzimmer unsere Schlafsäcke ausrollen.
Es regnet die ganze Nacht und läßt einen nassen Frankfurt-Marathon erwarten.

Sonntag, 27.10.02 / Frankfurt-Marathon

Nach dem Frühstück geht es um 8.30 h nach Frankfurt-Messe ins Parkhaus, mit Pendelbus in die Hallen, Startunterlagen abholen. Es sollen ca. 10000 Starter sein, wir fühlen uns soweit ganz locker, Barbara klagt über Muskelschmerzen. Start um 11 h, es ist windig, aber trocken. Barbara ist uns vor dem Start in den Messehallen verlorengegangen, so daß sie nicht, wie Christian und ich, in den Genuß des HR3-Fernsehinterviews kommt. Nach ca. 6km läuft ein Reporter in Sportdreß mit dem Mikro neben uns her, ein Motorrad mit Kamera vor uns. Ich sollte u.a. die Standard-Reporter-Frage beantworten, ob denn Marathonis sich dank der Endorphine während des Laufes in einen Glücksrausch versetzen würden, was ich nicht so euphorisch bestätigen konnte. Die Interviews wurden dann in die laufende Marathon-Berichterstattung eingeblendet, wie ich von Marathon-Fern-Sehern später erfuhr.
Ich erreiche das Ziel nach 4:12:52, und zwar relativ locker, die 2. Hälfte ca. 1 Min. schneller als die erste. Barbara war schon da, Christian folgte ein paar Minuten später.
Nach dem Duschen treffe ich auch Norbert, der unter 4 h geblieben war und erst Montag nach Kairo fliegen wird. Um ca. 17:30 h müssen wir uns auf den Weg machen. Nachdem wir das Auto in Kelsterbach geparkt haben, geht es per S-Bahn zum Flughafen. Beim Einchecken erfährt Christian, daß seine Buchung storniert ist. Nach relativ kurzer Zeit erhalten wir von der Olympic-Airways-Dame am Schalter die Bestätigung, daß wir unseren 1. Vorsitzenden trotzdem mit nach Ägypten nehmen dürfen, da es sich um einen „Übermittlungsfehler“ handelt. Die Maschine hebt um ca. 21 h ab, ist um 0:30 h in Athen, wo man Barbaras Fingernagelschere im Handgepäck als gefährliche Waffe erkennt und beschlagnahmt. Weiterflug 1:30 h, in Kairo ca. 3:30 h.

Montag, 28.10.02

Nach den Visa-Formalitäten fahren wir per Taxi nach Kairo hinein, wo wir um ca. 4:30 h bei Dr. Mohammed Aly eintreffen, einem Freund und Patienten von Christian in Hamburg. Er wohnt im 15. Stock mit weitem Blick über die Stadt und den Nil bis zu den Pyramiden von Gizeh. Wir schlafen ein paar Stunden und frühstücken um 11 h mit Mohammed und seiner Frau Heide, die aus Österreich stammt und morgen ihren Geburtstag feiern wird. Beide leben schon sehr lange in Deutschland. Ich möchte gleich am Anfang sagen, wie herzlich wir aufgenommen wurden und wieviel Insiderwissen wir nebenbei erfahren haben, dafür vielen Dank, auch an Christian als Initiator und Organisator. Am Nachmittag fahren wir alle fünf zu einem kleinen Ausflug über den Nil zu den Pyramiden von Sakkara, vorbei an Nil-bewässertem Bauernland. Aly sagt, hier in der Landwirtschaft hat sich seit Jahrtausenden nicht viel verändert. Die Stufenpyramide von Sakkara stammt aus dem „Alten Reich“. Eine unterirdische Grabstätte, über 4000 Jahre alt, zeigt sehr beeindruckende Wandbilder. Mit Hilfe eines Backschischs für den Wächter wurden sie auch Teil unserer Fotosammlung. Auf der Rückfahrt ist es schon dunkel und zum Abendessen sitzen wir im Freien in einem Restaurant am Nil. Natürlich probiere ich eine einheimische Spezialität, nämlich mit Reis gefüllte Tauben, scharf gewürzt, dazu ein ägyptisches Bier. Dann fällt uns ein, daß Norbert ja inzwischen angekommen ist. Leider mußte er vor der Wohnung 2 Stunden auf uns warten. Außerdem hatte er seinen Paß im Taxi verloren, aber nach vielen Aly-Telefonaten, einer Fahrt zum Flughafen, die eigentlich nur zum zollfreien Einkauf vorgesehen war, Verhandlungen und Backschisch wurde der Paß schließlich in Aly´s Wohnung abgeliefert. Nun war inzwischen Mitternacht vorbei, und so konnten wir einen Cognac auf Heides Geburtstag trinken.

Dienstag, 29.10.02

Aly hat heute morgen schon hart für uns verhandelt und ein Taxi für 120 Pfund, etwas über 50 DM (den ganzen Tag), bestellt. Der Weg führt uns nach Gizeh zur Besichtigung der großen Pyramiden mit Grabkammern usw. Es ist sehr beeindruckend, einschließlich des Touristenrummels. Viele Kamelreiter, Grabführer und Backschischjäger bieten ihre Dienste an. Ich werde von einer ägyptischen Schulklasse mitsamt Lehrer sozusagen interviewt, woher ich komme, warum, wohin, wie mir Ägypten gefällt, wo ich sonst noch war…..
Barbara soll Christian zu einem Kamelritt breitgeschlagen haben, außerdem hat sie etliche Fotos von sich machen lassen. Ich stelle später fest, daß ich die Sphinx komplett ignoriert habe, also muß ich irgendwann nochmal hierher. Unser Fahrer bringt uns sicher durch den Wahnsinnsverkehr von Kairo zur Sultan Hassan Moschee. Wir besteigen einen der Türme und haben einen wunderbaren Blick auf die Stadt und die Zitadelle mitsamt Mohammed Ali Moschee. Weiter geht es zum Basar von Khan Kalili, unterwegs im dicksten Verkehrsgetümmel ruft unser Fahrer freudig aus: „This is Kairo!!“ Abends hat Aly zu Heides Geburtstag noch eine Felukenfahrt (typisches ägyptisches Segelschiff) incl. Picknick auf dem Nil organisiert, dabei ist auch sein Bruder und dessen Tochter, die aus Hamburg zu einem Familientreffen angekommen sind. Ruhige Stimmung auf dem dunklen Nil und schöner Blick auf die Lichter der Stadt.

Mittwoch, 30.10.02

Heute wechseln wir das Verkehrsmittel und nehmen um 10 h die S-Bahn zum Ägyptischen Museum. Nachdem ich mein Taschenmesser am Eingang abgegeben hatte, stand der Besichtigung von Sarkophagen, Statuen, Mumien, Goldmaske und -sarg des Tut Ench Amun, Gold- und Edelsteinschmuck und unzähligen Kunstgegenständen nichts mehr im Wege. Wir waren bis ca. 15 h dort, ich habe im Museumsgarten noch einige Ansichtskarten geschrieben.
Während Barbara, Christian und Norbert zunächst eine Pizza essen, muß ich noch kurz mit dem Taxi zur Sphinx. Anschließend lasse ich mich zur Zitadelle fahren, wo uns Heide und Aly erwarten, um in der Mohammed Ali Moschee gemeinsam den Tanz der Derwische zu erleben. Es sind ausschließlich Männer, sie tanzen für Allah und wir dürfen deshalb kostenlos dabeisein. Wir sahen verschiedenste landestypische Musikinstrumente und Tänze, sehr beeindruckend.

Donnerstag, 31.10.02

Heute lassen wir uns Zeit beim Frühstück und interessanter Unterhaltung mit unseren Gastgebern. Gegen Mittag geht es mit der S-Bahn ins Koptische Viertel, ca. 10% der Einwohner Kairos sind koptische Christen. Wir besichtigen deren Kirchen, ein Kloster und auch eine Synagoge. Nun wird es aber Zeit, daß wir an den eigentlichen Anlaß unserer Reise denken. Im Mövenpick-Hotel von Gizeh erwarten uns die Startunterlagen für den 100km-Lauf von El Fayum nach Sakkara. Der Start soll morgen um 6 h sein. Es sind ca. 30 Einzelläufer und etliche Staffeln gemeldet. Unsere private Nudelparty findet bei Aly und Heide statt. Dann versuchen wir noch ein wenig zu schlafen, aber die Nacht wird kurz.

Freitag, 01.11.02 / Pharaonenlauf 100km

1:45 h aufstehen, 2 h Frühstück, 2:45 h mit dem Taxi zum Mövenpick, dort um 3:15 h, 3:45 h aufnehmen der Verpflegung und belegen des Begleitautos. Norbert und ich haben einen gemeinsamen Kleinbus, Barbara und Christian ebenfalls. Eigentlich sollte jeder Einzelläufer ein Auto für sich haben, aber irgendwie ist bei der Anmeldung etwas schiefgelaufen. Der Troß der Fahrzeuge macht sich verspätet auf den Weg zum Startort Oase El Fayum, unterwegs Militärkontrollen, und auch am Start sehen wir auf den umliegenden Sanddünen bewaffnete, wie Beduinen gekleidete Bewacher, die uns vor Terroranschlägen schützen sollen. Der Start findet erst um 7:18 h statt, nahe der Hauwara-Pyramide. Es ist sehr warm, um 30 Grad, zunächst geht es durch Wüste, mit Blick auf die Meidum-Pyramide, dann durch grünes, fruchtbares Bauernland entlang eines vom Nil gespeisten Bewässerungskanals, der die unzähligen Gräben der Felder über Pumpen mit Wasser versorgt. Wasserbüffel, Vögel, Bauern auf Eseln und johlende Kinder in den Dörfern begleiten uns auf unserem mühsamen Weg. In der Ferne sehen wir die Elleshet- Pyramide. Der Fahrer unseres Autos und der begleitende Zivilpolizist wollen mich unterwegs überreden, in den Wagen zu steigen, was ich unwirsch in Pidgin-Englisch ablehne:“I am here in Egypt to run 100 km, not to drive in a car!“ Durch die Startverspätung kommen wir früher in die Dunkelheit, die Autos begleiten uns deshalb auch nicht mehr, und wir müssen viele km ohne Versorgung laufen, besonders hart hat es Christian getroffen.
Nach 11:48 h, um ca. 19:06 h, erreiche ich als 8. das Ziel an der Pyramide von Sakkara. Es gibt eine schöne Medaille und eine noch schönere Papyrus-Urkunde. Ich staune allerdings nicht schlecht, als ich erfahre, daß einige Läufer, die ich unterwegs überholt hatte und mit Sicherheit hinter mir wußte, schon im Ziel sind. Ich dachte mir, die müssen mich überflogen haben! Es stellt sich heraus, daß diese Sportkameraden nicht eingewiesen wurden und so den ca. 6,8 km langen Abstecher zur Pyramide von Dahshur nicht gelaufen waren. Laut Ergebnisliste sind 12 Einzelläufer ins Ziel gekommen. Norbert ist 3. in 10:58, Barbara 4. in 11:02, Christian 7. in 11:37. Norbert und ich duschen noch am Pool. Abends im Hotel dann ein Gala-Diner mit Siegerehrung, Barbara erhält den Pokal für die erste Läuferin. Wir müssen aber jetzt schnell zurück zu Mohammed Aly, um zu packen und noch kurz zu schlafen.

Sonnabend, 02.11.02

0:45 h Abfahrt zum Flughafen, 3:45 h Abflug nach Athen. Wir landen um 6 h und mit Bus E 095 gelangen wir in die Stadtmitte und zu Fuß zum Hotel. Norbert kommt später nach, er hat den direkten Weg von Kairo über Frankfurt und München nach Athen gewählt (kein Witz, sondern Miles & More). Wir 3 Kurzflieger holen den Schlaf bis ca. 14 h im Hotel nach. Dann ein Spaziergang durch die sonnige Stadt zur Abholung der Startunterlagen und Nudelparty im Marathon-Hotel. Die Starterliste umfaßt ca. 2000 Teilnehmer.

Sonntag, 03.11.02 / Das Original: Marathon-Athen

Um 6 h müssen wir am Olympiastadion sein, von wo die Busse ins ca. 42,195 km entfernte Marathon zum Start dieses historischen Laufes fahren. Wetter wolkenlos, die Sonne geht auf über den Hügeln von Marathon, und historische Schauer laufen uns über den Rücken. Wir tauchen ein in das sehr internationale Läuferfeld. Venezuelaner, Schweden, Polen, Amerikaner, Italiener, Deutsche, Dänen, sogar Griechen und…und..und sind an ihren Trikots zu erkennen, Christian wird sogar eine junge und schöne Exotin treffen, die sich als Hawaiianerin entpuppt. Start um 8:30 h, und der 100er steckt uns in den Knochen. Ich beginne etwas über 6er Schnitt und halte das Tempo einigermaßen. Das Rennen geht über die Originalstrecke der 1. Olympischen Spiele der Neuzeit, ich erreiche das Stadion in Athen nach 4:26:47, das finde ich o.k.
Norbert und Barbara laufen um 4 h, Christian ist ca. 11 Minuten vor mir im Ziel. Urkunde und Medaille, dann zu den Kleiderbeuteln und umziehen, duschen im Hotel und sofort zur Akropolis, denn wir sind ja nicht zum Vergnügen hier! Uns bietet sich ein sehr schöner Blick über Athen bis hin zum Meer, Tempelanlagen, ein antikes Theater. Zurück durch die Altstadt, unterwegs Giros und Souflaki, in Pfannkuchen eingewickelt, als „Pita“ zum mitnehmen. Dann ein Bier im Straßencafe, und die Müdigkeit kommt. Wir packen unsere Rucksäcke noch für morgen und sind gegen halb 9 im Bett.

Montag, 04.11.02

5:50 h zum Flughafen, Abflug nach Frankfurt 8:30 h. In Athen ist es noch wolkenlos, in Frankfurt erwartet uns um 10:30 h starke Bewölkung. Die S-Bahn bringt uns wieder zum Auto. Christian und ich gönnen uns beim Metzger ein Brötchen mit fingerdickem Leberkäse und dann geht‘s zurück nach Hamburg, wo ich Barbara und Christian in Volksdorf abliefere. Wir sind uns alle einig, daß das eine spannende und erlebnisreiche Tour im Zeitraffer war, die wirklich höllischen Spaß gemacht hat! Gegen 18 h bin ich wieder zu hause in Hittfeld.

(Dietrich Eberle)

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