Marathon auf Föhr mit kleinen Hindernissen, am 24.03 2013

Für diesen Lauf hatte ich mich rechtzeitig registrieren lassen, die Startplätze sind begrenzt, und ich wollte ja eine weitere Insel in meine Statistik eintragen. Ein Marathon am Vortag war bei Anfahrt mit der Bahn kaum möglich, auch mit dem Auto wäre ich sehr spät in Dagebüll angekommen, wo ich die Übernachtung geplant hatte. Nachmittags während der Bahnfahrt erfuhr ich per mail des Veranstalters, daß die Sonderfähre am Sonntag Morgen von Dagebüll ausfällt, zu niedriger Wasserstand bei Ebbe durch den anhaltend starken Ostwind, der das Wasser der Nordsee aus der Deutschen Bucht herausdrückt. Also mußte ich schon am Sonnabend  ‚rüber nach Wyk auf Föhr und versuchen, auf der Insel ein Zimmer zu bekommen. Ich bekam auch eines in Oevenum zugesagt, aber noch in der Bahn wurde mir telefonisch mitgeteilt, daß das ein Irrtum des Vermieters war und leider nichts frei ist. Auf der ziemlich vollen Fähre in Dagebüll (es waren aus dem oben genannten Grund schon seit 13 Uhr keine Schiffe gefahren) mußte ich bis gegen 19 h auf die Abfahrt warten, kurz vor 20 h war Ankunft im Wyker Hafen. In der JH in Wyk nahm niemand das Telefon ab und ich hatte auch keine Lust, bei dem starken Wind und unter 0 Grad über 3 km dorthin zu gehen (Läufer bewegen sich zu Fuß nicht so gerne). Ich ging also im Hafen auf das nächste Hotel zu und hatte prompt ein Zimmer. Im Fernsehen gab es ein bißchen  passiven Sport für mich, dann wollte ich die Weckfunktion meiner Suunto – Uhr aktivieren, worauf sie abstürzte, Batterie leer, und ich das iPhone zum Wecken und auch zum Stoppen der Laufzeit  verwenden mußte. Am nächsten Morgen hatte ich mir die Weckzeit 6 Uhr verordnet, um noch in Ruhe frühstücken zu können, das war auch o.k., allerdings brach mir noch ein Stück Zahn ab.

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Die Fahrt mit dem Bus zum Start nach Midlum klappte dann wieder, dort erfuhr ich aber, daß die Nachmittagsfähren ab ca. 15 bis 19 Uhr auch nicht planmäßig fahren würden und der Veranstalter uns nach dem Lauf informieren wolle. Startnummern, Start, Ziel, Duschen usw. waren in und bei der Schulturnhalle. Mal eine gute Nachricht: Der Himmel war zunächst blau bei sehr starkem Wind und unter 0 Grad.

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……..wie gesagt, der Himmel war blau……

Viele Teilnehmer hatten wohl den rechtzeitigen Sprung auf die nordfriesische Insel verpaßt, so daß das Starterfeld etwas ausgedünnt war,

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ich traf auch nicht viele bekannte Läufer, bis auf z.B. Mr. X (siehe Foto-Rätsel-Frage) !

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Ja, auch ich habe ein Personenrätsel für euch: Wer ist dieser Mann??

Sachdienliche Hinweise an jede 100MC-Dienststelle!!

 

Die Strecke mußte auch geändert werden, die zweite Halbmarathonschleife war wegen Schneeverwehungen nicht laufbar, also zweimal die erste Schleife fast 10 km an der Ostküste entlang, wo man voll im Wind stand (fast wörtlich zu nehmen). Die windgeschützten Passagen beschränkten sich auf zusammengenommen ca. 3 km, aber frische Luft mit über 40 km/h soll ja sehr gesund sein.

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Gestartet wurde zusammen mit den Sportfreunden von der Kurzstrecke 21,1 km, also gesamt etwa ein Pulk von ca. 220 Läufern.

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Zahlreiche Zuschauer warteten an der Strecke auf die unerschrockenen Läufer!

 

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Hinten sieht man das wahrscheinlich einzige Stück Wald der Insel?

 

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Am Südstrand von Wyk

Pünktlich zur  2. Runde bewölkte sich der Himmel und der Wind nahm zu. Jetzt genoß ich einmal mehr die Einsamkeit des Langstreckenläufers, ich überholte noch 2 verwehte Gestalten, die letzten 6,5 km jeder Runde gab es als Sonderbonus Rückenwind, zum Schluß kam auch wieder die Sonne durch.

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Die Einsamkeit der 2. Runde……….

Noch etwas positives, ich erreichte die Hahnzeit 5:13:20, 14 Zeiten fehlen noch zu Ziel60 Nr. 10. Laut Ergebnislisten haben 65 Marathonis und 147 Kurzstreckler gefinished, also schätzungsweise die Hälfte der ursprünglich erwarteten Anzahl. Im Ziel konnte mir niemand, wie vor dem Start versprochen, etwas über die Fähren sagen, im Internet erfuhr ich, daß die nächste dann um 18:40 h fahren sollte. Also duschen und mit dem Bus zum Hafen, wo ich mir erstmal ein Holsteiner Schnitzel mit Bratkartoffeln und einen Pott Kaffee gönnte.

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In der Nordbahn

Um 19:35 h lief die Fähre in Dagebüll ein, der abfahrbereite Zug wartete schon, und nach weiterem Umsteigen in Niebüll, Hamburg Altona und Hauptbahnhof konnte ich nach einer entspannten Fahrt pünktlich um 23:54 h in Hittfeld den Metronom verlassen und  zum 5. Mal das Transportmittel wechseln, zu Gunla in den Ford Focus Express.

26.03.2013       Dietrich Eberle

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Jerusalem Marathon 01.03.2013 und Israel-Rundreise 27.02. – 06.03.13

Jerusalem vom Ölberg

Aufgrund des späten Fluges von Frankfurt und einer mehrstündigen Verspätung von El Al war ich erst am 28.02. gegen 4 Uhr morgens im Hotel Jerusalem Gate. Nach dem Frühstück folgte eine Stadtbesichtigung, zuerst ein Blick vom Ölberg auf Jerusalem mit dem Felsendom als Mittelpunkt, dann der Kreuzigungsweg bis zur Grabeskirche.

Klagemauer 1

An der Klagemauer war an diesem Tage viel los, es gibt eine Eingangskontrolle ähnlich wie an Flughäfen.

Klagemauer 2

Teppiche

Teppiche in der Altstadt

Marathon

Endlich ein Hinweis auf den morgen stattfindenden Marathon!

Der Kurs ist sehr hügelig, es kommen über 700 Höhenmeter zusammen. Bei gutem Laufwetter, bedeckt bis sonnig, Temperaturen von 8 bis ca. 20° ansteigend, machen sich um 7 Uhr mehrere hundert Läufer aus vielen Ländern auf die durchgehend asphaltierte Strecke. Die Markierung ist o.k., störend ist, daß es an mehreren Stellen Gegenverkehr durch Läufer anderer Strecken gibt. Die Verpflegung ist nicht sehr üppig, hauptsächlich gibt es Wasser. Ich laufe bei meinem 770. Marathon incl. Ultras ohne Probleme nach 4:47:33 h über die Ziellinie, obwohl ich mich in den letzten Wochen mit einer Zerrung herumplagen mußte. Günter Meinhold war auch für ein paar Tage hier und lief bei dieser Gelegenheit seine Nr. 500! Nochmal an dieser Stelle meinen Herzlichen Glückwunsch!!

Masada 1

Am nächsten Tag stand dann eine Fahrt ans Tote Meer, 420 m unter NN, tiefster Punkt der Erde, auf dem Programm. Bei optimalem Tourismuswetter fuhr unsere Laufreisegruppe zunächst an der über 10000 Jahre alten und mit 250 m unter NN tiefsten Stadt der Welt Jericho vorbei und weiter entlang des Westufers des Toten Meeres. Hier fand im Jahre 1947 ein Hirtenjunge 2000 Jahre alte Schriftrollen mit biblischen Texten in einer Höhle. Das Ziel ist aber die auf einem Hochplateau 400 m über dem Spiegel des Toten Meeres, also ca. auf Normal Null, liegende Festung Masada. Herodes, von den Römern eingesetzter König Israels, ließ die Befestigungsanlage vor Christi Geburt bauen, um bei Gefahr sicher vor Verfolgung zu sein. Die Festung geriet in den folgenden Jahrhunderten in Vergessenheit und blieb lange Zeit unentdeckt, man kannte sie nur noch aus den Aufzeichnungen des römischen Geschichtsschreibers Flavius Josephus. Aufgrund seiner Schilderungen wurde sie erst 1838 wiederentdeckt…..

Totes Meer

Blick von der Festung auf das Tote Meer. Einziger Zufluß ist der Jordan, der hier aber weniger Wasser zuführt als auf der Wasseroberfläche verdunstet, weil vorher große Mengen als Trinkwasser abgezapft werden. Das führt zu einem dramatischen Absinken des Wasserspiegels, jedes Jahr um 1 m!! In Jordanien und Israel gibt es Überlegungen, Zuflüsse vom Mittelmeer oder vom Roten Meer zu schaffen, aber es wird wohl bei den Überlegungen bleiben…. Das andere Ufer gehört schon zu Jordanien. Dort bin ich 2005 den Dead Sea Ultra gelaufen.

Masada 2

Masada wurde in den vergangenen Jahrzehnten komplett restauriert.

Masada 3

Ein amselähnlicher Vogel, die Unterseiten der Flügel sind gelb.

….Aber zurück zur Geschichte der Festung. Nach dem Tod von Herodes wurde Israel und auch Masada von den Römern besetzt. 66 n. Chr. kam es zu einem Aufstand gegen die Besatzungsmacht, und eine Gruppe von jüdischen Rebellen eroberte die Festung. Die Römer ließen sich das natürlich nicht gefallen und belagerten daraufhin die Befestigungsanlage mehrere Monate erfolglos, denn die Bewohner hatten große Mengen Lebensmittel und vor allen Dingen Wasser in Zisternen als Vorrat gespeichert. Die Römer wechselten daraufhin den Befehlshaber ihrer Legionen aus, und der neue Feldherr beschloß, die Festung zu stürmen. Von der niedrigeren Westseite aus wurde eine Rampe aus Erdreich, Gestein und Holz aufgeschüttet, über die dann Rammböcke zur Zerstörung der Mauer herangeführt wurden.

Masada 4

Hier sieht man noch Grundmauern der Gebäude der Belagerer.

Als die Römer schließlich 73 n.Chr. Masada einnahmen, fanden sie nur noch Tote vor, die Aufständischen hatten sich gegenseitig getötet, um nicht in die Hände der Feinde zu fallen, nur der Letzte mußte logischerweise Selbstmord begehen. Nur 2 Frauen und 5 Kinder überlebten, sie hatten sich in einer Zisterne versteckt. Masada und seine Geschichte ist bis heute eines der Symbole für den Staat Israel.

Bethlehem

Der Vorplatz der Geburtskirche in Bethlehem.                                                                             Hier wurde Jesus Christus nach heutigem Wissensstand ca. 4 bis 7  v. Chr. in einer zu besichtigenden Höhle / Grotte geboren, die jetzt von der Kirche überbaut ist.

Mauer 1

Bethlehem ist eines der palästinensischen Autonomiegebiete innerhalb des israelischen Staatsgebietes und wurde von den Israelis mit einer Mauer umgeben. Israelische Staatsbürger dürfen hier nicht hinein, auch nicht unser Reiseleiter. Hier leben auch ca. 1500 palästinensische Christen, einer von ihnen war unser Stadtführer.

Mauer 2

Wie man sieht, wird die Mauer, ähnlich wie früher in Berlin, zum Kunstobjekt.

Mauer 3

Blick nach außen…….

Mauer 4

………und wieder nach innen.

Nazareth 1

Jetzt befinden wir uns in Nazareth, wo die Verkündigungskirche besichtigt werden kann. Im inneren befinden sich alte Mauern, es soll das Haus Marias sein, wo der Erzengel Gabriel ihr mitteilte, daß sie ein Kind bekommen wird, den Sohn Gottes.

Nazareth 2

Afrikanische Pilger vor der Verkündigungskirche.

See Genezareth 1

Der See Genezareth, 212 m unter NN, kann mit Nachbauten von historischen Schiffen befahren werden. Er wird vom Jordan durchflossen und ist ca 20 km lang und 12 km breit. Jesus ist hier übers Wasser gegangen.

See Genezareth 2

Blick vom Boot auf den See.

See Genezareth 3

Wir steigen in Kapernaum aus.

Kapernaum 1

Hier in Kapernaum lebte Petrus und zeitweise auch Jesus. Es soll sich hier um Ruinen aus dieser Zeit handeln.

Golanhöhen

Auf den Golanhöhen, einem strategisch wichtigen Höhenzug im Grenzgebiet zu Syrien. Hier entspringen die beiden Quellflüsse des Jordan.                                                                     Dieses Gebiet wurde nach den Kriegen mit Syrien 1967 und 1973 von Israel besetzt und später annektiert. Es befinden sich hier noch viele verminte und deshalb abgezäunte Flächen.

Panquelle

Säule eines Tempels an der Panquelle.

Haifa 1

Blick auf die Mittelmeerstadt Haifa. Gerade hatte es einen wolkenbruchartigen Regen gegeben.

Kreuzfahrer 1

Vor 1000 Jahren war  die Hafenstadt Akko die Stadt der Kreuzritter…..

Kreuzfahrer 2

….mit unzähligen Gewölben aus dieser Zeit.

Kreuzfahrer 3

Wie überall in Israel sind Hinweischilder immer v. o. n. u. in hebräisch, arabisch und lateinisch/englisch beschriftet.

Kreuzfahrer 4

Der malerische Hafen im hellen Sonnenlicht.

Kreuzfahrer 5

Eine historische Karawanserei.

Kreuzfahrer 6

Dieser Geheimtunnel der Kreuzritter führt unterirdisch zum Hafen und wurde erst vor ein paar Jahren durch Zufall entdeckt, als man versuchte, die verstopfte Abflußleitung eines Bewohners freizulegen.

Kreuzfahrer 7

Auch in Akko ein nicht alltägliches Verkaufsfahrzeug!

Kreuzfahrer 8

Impression im Hafengebiet.

Kreuzfahrer 9

Hafenbefestigungsanlage am Mittelmeer.

Kreuzfahrer 10

Diesesmal ein nicht mobiler Verkaufsstand.

Kreuzfahrer 11

Eine gewölbeüberdachte Gasse in der Altstadt.

Kreuzfahrer 13

Und zum Abschluß frische Fische.

Wie ging es weiter? Die letzte Station war Tel Aviv, am späten Nachmittag noch ein schöner Trainingslauf an der Strandpromenade und am nächsten Tag dann der Rückflug nach Frankfurt. Wir wurden um 12 Uhr vom Hotel abgeholt, die besagte Fluggesellschaft hatte jedoch wieder eine offenbar routinemäßige satte Verspätung, ich bekam meinen ICE von Frankfurt um 20:57 Uhr nicht mehr und mußte mit dem CNL (City Night Liner) fahren, der noch eine zusätzliche Verspätung produzierte. Gunla holte mich dann schließlich am Folgetag um 4 Uhr morgens von Hamburg Hbf. ab. Wenn ich an dem Tag nicht noch frei gehabt hätte, wäre ich gleich ins Büro gefahren….

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Dolomiten-Marathon 30.06.2012, von Brixen ( 560m) auf die Plosehütte (2448m) und Marathon im Pitztal am 01.07.

Bei irgendeinem Marathon fiel mir der Flyer in die Hände, und es war sofort klar: Da muß ich hin! Am letztmöglichen online-Termin, dem 26.06. um 20:56 Uhr habe ich mich angemeldet. Dann mußte noch kurz alles andere gemanagt werden, Fahrkarte Freitag nach Garmisch-Partenkirchen, Mietwagen für die Fahrt nach Brixen, Unterkunft Jugendherberge, am Sonnabend auf dem Rückweg noch zum Pitztal-Marathon, Unterkunft Hostel, und am Sonntag wieder nach Garmisch zum Bahnhof. So fuhr ich dann Freitag um 6:06 Uhr von Harburg mit der DB los, und mit dem Auto ging´s dann über die Brennerautobahn nach Bressanone, wie es so schön auf italienisch heißt. In Brixen waren die Temperaturen schon über 30°, und am späten Nachmittag beim Abholen der Startunterlagen und der Nudelparty auf dem Domplatz  traf ich zunächst Jürgen Teichert, Klaus Duwe und auch Hartmann Stampfer, er war nur als Zuschauer da, seine Frau lief den women´s run. Am Sonnabendmorgen um 7.30 Uhr versammelten sich hier auf 560 m Höhe dann 340 Einzelstarter zum Sturm auf die Plosehütte. Alle wissen: Zielschluß 15:30 Uhr, also 8 h Zeit, das hört sich noch einfach an! Schon jetzt war es hier unten im Tal sehr warm, aber einen Vorteil hat der geplante Aufstieg, oben ist es etwas kühler….. Die ersten km zum Einlaufen führen durch die über 1000jährige Stadt, deren Ursprung auf die Schenkung eines Gutshofes durch den Karolingerkönig Ludwig das Kind an den Bischof von Säben zurückgeht. Von den mehr als 20000 Einwohnern sind fast 75 %  deutschsprachig.

Aufstieg aus dem Tal

Dann beginnt es auf kleinen Straßen und Forstwegen stetig bergauf zu gehen, und nach 11,4 km hat man die Talstation der Seilbahn auf über 1000 m erreicht. Bis 17 km, 1500 m hoch, haben die Wanderwege stärkere Anstiege, die Sonne brennt herunter, aber alle 2-3 km gibt es Verpflegungs- und/oder Getränkestellen. Dann wieder eine etwas ebenere Passage bis km 25 mit Abschnitten auf schmalen Bergstraßen, die die kleinen Orte und Bauernhöfe an das Tal anschließen.

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Hier hat man schon wunderbare Ausblicke hinunter ins Tal auf Brixen und rundherum auf die Dolomiten, die Stubaier und Zillertaler Alpen. Die Route wird jetzt auf Wander- und Forstwegen steiler und nach 28,5 km erreichen wir Laufalpinisten die Schatzerhütte, 1984 m. Ab 34 km, Kreuztal, geht es dann  bei um 2000 m dahin, aber nur noch auf steinigen, unwegsamen Gebirgspfaden bis zur großen Verpflegungsstation Ochsenalm, km 39.

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Oben auf einer Bergspitze sieht man etwas wie einen Zielbogen!? Aber bis dahin sind 400 Höhenmeter auf ca. 2,5 km zu überwinden, an Laufen ist nicht mehr zu denken, mein Kreislauf gibt Warnsignale ab, und der Bogen auf 2486 m ist sowas wie der „flamme rouge“ bei der Tour de France, er markiert „nur“ eine kleine Getränkestation und den höchsten Punkt der Strecke, den „Panoramatisch“, der jetzt den Blick freigibt auf das Ziel Plosehütte, 2448 m, wohin es nur noch ein paar hundert Meter und leicht hinunter zu rollen gilt, mit einem gewaltigen Blick auf die Dolomitenzinnen im hellen Sonnenlicht. Nach 7:18:46 h durchlaufe ich den wirklichen Zielbogen und habe +2340 Höhenmeter überwunden, die die 42,195 km in den heute nicht vorhandenen Schatten stellen!

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Nach dem Duschen, der Zielverpflegung und dem ausgiebigen Genuß der 360° Rundumsicht kann man mit dem Shuttlebus zunächst hinunter zur Bergstation der Seilbahn fahren, dann schnell in eine freie Kabine springen und hinunter, vielleicht bekomme ich den Postbus von der Talstation nach Brixen noch! Das hat geklappt und in kurzer Zeit bin ich unten im Glutofen Brixen. Jetzt noch das in der JH deponierte Gepäck abholen und mit dem Auto Richtung Pitztal. Dort habe ich etwas außerhalb von Imst ein günstiges Zimmer im Hostel gebucht. Die Sonne wird uns Marathonläufern an diesem Wochenende weiter treu bleiben. Am Sonntag morgen stehe ich mal wieder früh auf, denn erstmal brauche ich ein Frühstück, bestehend aus Croissants und Capuccino von der Tanke, dann zum Sportzentrum in Imst, wo der Bus uns Marathonis um 7 Uhr zum Start hinauf nach Mandarfen fährt. Ja, hinauf, denn der Lauf führt dafür durch das ganze Pitztal bergab nach Imst! Bei strahlendem Sonnenschein wird um 8:30 Uhr gestartet und auf Asphalt sind als Kontrastprogramm zu gestern +245 Hm und -1205 Hm zu überwinden, zur Abwechslung werden ein paar Lawinenschutztunnel durchlaufen, das ist so ziemlich der einzige Schatten heute. Nach 4:41:15 h quere ich die Ziellinie an der Sporthalle Imst. Viel Zeit ist nicht zum Duschen und Relaxen, das Auto wartet schon auf die Rückfahrt nach Garmisch-Partenkirchen, wo ich ab 16:04 h die Rückfahrt eingeplant habe, zunächst nach München und per ICE weiter nach Hamburg-Harburg, an 23:53 h. Um diese Zeit sieht es schlecht aus für die Weiterfahrt nach hause, aber eine glückliche Fügung des Schicksals sorgt dafür, daß Gunla zur selben Zeit mit dem Auto vom 24 h Lauf in Forbach zurückkehrt und mich, wie schon so oft, am Bahnhof aufsammelt, so daß wir gegen halb zwölf zu hause sind.

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Saarschleife Marathon am 02.09.2012 in Merzig

Ich setze die diesjährige Tradition fort, möglichst oft neue Strecken zu laufen und so wird die Saarschleife meine 380 verschiedene Route. Nach dem Truper Blänken Marathon bei Carsten am Freitag in Lilienthal fahre ich nach einer Übernachtung weiter mit der DB und erreiche Merzig an der Saar am Sonnabend Nachmittag. Es ist noch genug Zeit, mich in der Stadthalle, wo auch Start und Ziel sein wird, nachzumelden, an der Nudelparty teilzunehmen und die Stadt etwas zu erkunden.

11_Rathaus

Ich übernachte sehr preiswert privat und Sonntag morgen stehe ich früh auf, um Zeit für das Frühstück und den Weg zum Start zu haben. Der frühere Sportreporter und jetzige Vorsitzende des saarländischen Sportverbandes Werner Zimmer wird am Start interviewt. Um 8:15 Uhr werden die ca. 150 Starter auf die Wendepunktstrecke entlang der Saar geschickt. Die Saarschleife kann man als Läufer nicht als solche erkennen, da man ja immer am von grünen Höhen umgebenen Fluß bleibt, aber bei dieser schönen und heute auch sehr sonnigen Strecke fällt das gar nicht auf. Vor dem Start treffe ich mal wieder Klaus Neumann und Karl-Heinz Kobusch. Wir sprechen auch über den Comrades, an dem Klaus viele Male teilgenommen hat, ich habe nämlich einen in der Halle ausgelegten Flyer mitgenommen, weil ich da auch unbedingt mal hin will. Jetzt aber wieder zum Lauf, ich laufe flott an, weil ich ich eine Hahn-Weber-Zeit von 4:37 im Auge habe. Zunächst ist es noch frisch, aber ich habe mich richtigerweise auf 23 Grad und Sonne eingestellt.

14_die Saar

Die Strecke bleibt auf befestigten oder asphaltierten Radwegen und kürzeren verkehrsgesperrten Straßenabschnitten immer nahe dem ruhigen Fluß, den ich früher auch schon auf dem Fahrrad erkundet habe, nur ab und zu begegnen wir Frachtschiffen, oder wir hören am anderen Ufer einen für diese Gegend eher untypischen Alphornbläser!

15_die Saar

Kleine giftige Steigungen bringen natürlich auch mehr oder weniger willkommene Abwechslung. Einige km vor der 21km-Wendemarke kommen mir nicht nur die führenden Marathonläufer entgegen, sondern auch die bei allen Laufveranstaltungen immer zahlreicher werdenden „Halbmarathon“-Kurzstreckenläufer, die um 10 Uhr dort in Saarhausen gestartet wurden. Irgendwann nach dem Wendehütchen, das sich in Rheinland-Pfalz befindet, muß ich wieder das  iPhone zücken, denn Klaus und Karl-Heinz kommen mir entgegengetobt.

20_Klaus u.K.-H. begegnen mir

Ich habe inzwischen gemerkt, daß eine schnellere Hahnzeit mich beginnt zu motivieren, obwohl auch die schönen Ausblicke auf den Nationalfluß des Saarlandes mich immer wieder zum fotografieren zwingen.

22_Flußschiff

23_auf den letzten km

Da hat natürlich der Dudelsackspieler am Ufer, 4 km vor dem Ziel, gerade noch gefehlt, auch er natürlich total authentisch für den deutschen Südwesten.

24_Dudelsack

Schließlich muß ich auf dem Schlußstück durch den Park noch etwas regulierend in meine Zielzeit eingreifen, um die wichtige 4:20 zu erreichen. Im Ziel ist viel los, bei dem schönen Wetter kein Wunder. Der Shuttle Bus fährt die Läufer zum Duschen, und bald führt mein Weg zum  Merziger Bahnhof, über Koblenz geht es dann mit einem voll besetzten schweizer EC (jeder möge sich die Preise im Restaurantwagen einmal vorstellen) ohne weiteres Umsteigen nach Hamburg-Harburg und weiter nach Hittfeld.

 

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Marathonwochenende Kreuzdeich und Asseler Deich 12./13.01.13

Das vergangene Marathon-Wochenende fand am Deich statt, am Sonnabend Kreuzdeich an der Wümme bei Carsten Mattejiet, am Sonntag  Asseler  Elbdeich bei Helmuth Kohl.

Die Kreuzdeich-Runde von 6,1 km ist 7mal zu durchlaufen.

Hier ein paar Impressionen:

Blick vom Deich Lilienthal

Blick vom Wümmedeich

Rauhreif an der Wümme

Wümme bei Rauhreif

Vereistes Schilf

Vereistes Schilf

Die Wümme, hier Grenze Niedersachsen_Bremen

Hier bildet die Wümme die Grenze Bremen (links) / Niedersachsen (rechts)

Ergebnisse gem. Carstens website:

Dietrich Eberle    5:05:55 h          Gunla Eberle        6:50:05 h

 

Helmuts Deichlauf  verläuft auf 13 Runden von 3,25 km.

Rolf Frank vom 100 MC lief seinen 350. M/U !!

Laufstrecke Assel

Blick auf die Strecke, 0 Höhenmeter

Andres Andreesen, Dieter Merker, Wolfgang Kieselbach  am Asseler Deich

Andres Andreesen, Dieter Merker und Wolfgang Kieselbach

Rolf Frank überreicht Helmut einen .....Kohl!

Rolf Frank dankt für die Ausrichtung seines 350. M/U und überreicht Helmuth …….Kohl !

Ergebnisse: Wurden von Helmut veröffentlicht, siehe link 100 MC

Dietrich Eberle    4:42:42 h

Gunla betreute den Verpflegungsstand.

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Sollingquerung 48 km am 10.11.12 und Herbstwaldlauf 50 km Bottrop am 11.11.12

Gunla hatte mir einiges vorgeschwärmt von der ersten Auflage der Querung des kleinen Mittelgebirges Solling am Südende Niedersachsens und im Norden Hessens im letzten Jahr. Auch viele andere hatten nur Gutes zu berichten, und so hatte ich mich schon vor Monaten angemeldet, ganz gegen meine Natur, aber die Startplätze waren auf 50 begrenzt! Auch die Unterkunft im Hotel Deutsche Eiche in Dassel war schon lange gebucht. Am Freitag Nachmittag begann für meine Managerin Gunla und mich das Unternehmen Sollingquerung mit der Autofahrt im annehmbaren Rahmen von ca. 2 h. Nach der Ankunft war Essen beim Italiener angesagt, der authentisch italienische Wirt liefert außer der Pizza auch gleich noch politische und gesellschaftliche Diskussionsbeiträge mit. Am Sonnabend Morgen nehmen wir das Frühstück im nahegelegenen Sportzentrum ein, wo Startunterlagenausgabe, Verpflegung, Duschen und die Abfahrt um 8:30 Uhr zum Start in Bad Karlshafen sind.

Warum max. 50 Teilnehmer? Weil der Bus dann voll ist! Im hessischen Startort kommen wir aber erst um ca. 10 nach 9 Uhr an, der Sturm auf die schöne Naturstrecke durch den Solling beginnt dann um 9:30 h auf das Signal von Arien Walgers, neben Ute Pape und Ralf Freitagsmüller der Mitorganisator.

Natürlich, wie kann es anders sein, geht es gleich schon im Ort kräftig bergan, bald sind wir im bunten Herbstwald auf einer langen Geraden.

Nach kurzer Zeit ein wunderbarer Blick von hoch oben auf die Weser, es folgen im stetigen Wechsel Gefälle und Steigungen, ab und zu kleine Orte in den Tälern,

später folgt ein Brettersteg durch ein Hochmoor, dann zwei Moortümpel und ein kleiner Aussichtsturm.

Das Wetter ist bedeckt, trübe und ändert sich auch nicht mehr. An den Verpflegungsstellen ist alles ausreichend vorhanden. Nach etwas über 40 km die überraschende Aussage vom Verpflegungsposten, daß es jetzt nur noch bergab ginge, und es stimmte erfreulicherweise. Das letzte Stück lief man auf der Straße in Dassel ein, vorher war aber noch ein gemeiner Baumwurzelparcours zu bewältigen.

Als ich das Ziel passierte, hatte ich +/- 985 Höhenmeter und 48 km bewältigt, Gunla schoß ein paar Fotos, wie ich vorher schon unterwegs auf der Strecke. Dann durfte  ich mit einigen Leidensgenossen kalt duschen, das warme Wasser hatten die anderen schon verbraucht. Die Nudeln, die es im Gemeinschaftsraum der Sportanlage in verschiedenen Variationen  gab, waren dann aber warm. Die Urkunden wurden im Rahmen einer kleinen Siegerehrung auch gleich verteilt, so wie der Drucker es zuließ.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit ließ ich mich dann von Gunla Richtung Bottrop chauffieren, wo am Sonntag der 50 km Herbstwaldlauf an der Zeche Prosper Haniel startete. Die Übernachtung hatte ich in Essen gebucht, knappe 10 km vom Start. Abends waren wir noch in einer authentischen Ruhrgebietsgaststätte zum Essen, es gab Schaschlikspieß mit Pommes Frites.

Da der Start der knapp 300 Teilnehmer um 9 Uhr auf dem Zechengelände war und ich noch nachmelden mußte, fuhren wir kurz nach sieben los und konnten noch in Ruhe in der Zeche frühstücken. Die Strecke ist flach und führt auf einer zweimal zu durchlaufenden 25 km – Runde durch Wald, Feld, kleine Seen und Tümpel in einem Naherholungsgebiet.

Ein 25 km – Lauf mit natürlich wesentlich mehr Teilnehmern wurde eine Stunde später gestartet. Nach der ersten Runde hatte ich 2:45 h auf der Uhr, aber der gestrige Lauf im Solling war nicht ganz zu verdrängen,

so daß ich nach etwas Bummelei vor dem Zielbogen mit der Hahn-Weberzeit von 5:55:07 die Zeitmessung auslöste. Auch hier gab es eine Soforturkunde und diesesmal eine richtig schön heiße Bergmannsdusche.

Jetzt wurde es aber auch Zeit für die ungefähr 3-stündige Rückfahrt über die A1 und Bremen nach Hittfeld.

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Südheide Marathon von Wilsche nach Gifhorn und Salzgittersee Marathon 03./04.11.2012

Schon bei der ersten Auflage dieser kleinen Veranstaltung war ich 2008 dabei, als die Veranstalter A. Freise und J. Gille den damals nach ihnen genannten Lauf  als eine Schnapsidee erfanden. Inzwischen zum 4. mal, ist der Start nach wie vor in Wilsche in der Südheide, das Ziel ist dann aber in der Altstadt von Gifhorn, nur wenige km vom Start. Da der Start erst um 12 Uhr ist, hatten Gunla und ich genug Zeit für die Anfahrt und meine Nachmeldung im Vereinshaus des Sportvereins VfR Wilsche / Neubokel. Auf dem Rasenplatz des Vereins ist dann der Start der ca. 50 Marathonis, es gibt auch noch einen Halbmarathon sowie 10 km Lauf.

Eine 8-förmige Strecke ist zweimal zu durchlaufen, auf der 2. Runde wird man kurz vor Schluß zum Zieleinlauf in die Stadtmitte von Gifhorn geleitet. Die Route geht sehr schön durch Wald und Feld, es ist trübe, zwischendurch leichter Regen. Ich bin heute ziemlich langsam, vielleicht liegt es am teilweise schweren Waldboden mit vielen Baumwurzeln, der Kurs hat aber kaum Steigungen, vielleicht habe ich aber auch im Hinterkopf, daß ich morgen in Salzgitter eine für mich etwas anspruchsvollere Hahnzeit anpeile. Um kurz nach 17 Uhr ist es dunkel, ich bin in Gifhorn und lasse mich vertrauensvoll von den Markierungen leiten, aber plötzlich stehe ich an einem Sportplatz vor einem Hauseingang, der Pfeil zeigt in die Tür, ich war der Wegweisung vom Ziel zu den Duschen gefolgt. Ich stoße Flüche und Verwünschungen aus und frage frisch geduschte Läufer nach dem Weg zum Ziel. Offensichtlich wußten sie aber auch nicht mehr genau, wie sie hierher gekommen waren, ich lief also ein Stück zurück, da stand plötzlich Gunla in der Fußgängerzone. „Wo, verdammtnochmal, geht es hier zum Ziel?“ rief ich ihr zu. „Wo kommst du denn her, du mußt da geradeaus laufen!“ Schimpfend lief ich weiter, bis ich im Zentrum am Markt den Zieleinlauf sah, „Du mußt hierher!“ rief man mir zu, aber ich wollte jetzt wenigstens noch eine Hahn-Weber-Zeit für nächstes Jahr retten und 2 bis 3 Minuten unter einer Laterne warten. Gunla versuchte, dem Zielpersonal des Veranstalters die Sachlage zu erklären, und schließlich querte ich die Finishline.  Dann gehe ich zum Duschen, den Weg kenne ich ja schon (ha, ha). Ein Läufer in der Umkleide fragt mich „War das heute auch dein erster Marathon?“ Ich antworte nur „nein“, weitere Erklärungen würden nur Unverständnis auslösen. Die Duschen sind richtig schön warm, und entspannt machen wir uns auf den Weg nach hause.


Am nächsten Morgen müssen wir nicht früher als gestern aufstehen, der Start am Salzgittersee bei Marc Fischer ist auch erst um 12 Uhr. Gunla begleitet mich wieder und wird, während ich laufe, „Schularbeiten“ in einem Cafe machen. Heute sieht das Wetter etwas besser aus, teilweise kommt die Sonne durch. Treffen für die 5 Starter ist am Südende des Salzgittersees, eine Runde ist 5,4 km lang, also 8 Runden, von denen die erste um 1 km gekürzt gelaufen wird. Alle Teilnehmer werden von Marc persönlich mit Handschlag begrüßt. Ein Verpflegungszelt ist am asphaltierten Seerundweg beim Parkplatz aufgebaut, wir gehen gemeinsam zur Startlinie und Marc gibt das Startsignal. 

Marc Fischer, Dietrich Eberle, Andre Kutzke, Michael Kiene, Björn Gnoyke mit Hunden

Da ich die Hahn-Weber- Zeit 4:28 anpeile, laufe ich so, daß ich zur Not noch einen Zeitpuffer für später habe. Michael Kiene und die anderen laufen gemütlich los, und als sie mich nach ein paar Runden einholen, meint Michael leicht ironisch, ich hätte wohl selten so viele Führungskilometer gehabt. Jaja, wer Sportfreunde hat, braucht keine Feinde mehr. Aber Spaß beiseite, das Laufen macht heute Spaß bei guter Verpflegung und optimalem Wetter. Die Strecke führt entlang von Rasenflächen und Bäumen immer nahe am Wasser um den See, vorbei an einem Strand und einem Piratenspielplatz. Gegen Ende des Laufes betätigt sich Gunla noch als Helfer und bekommt dafür später auch eine Urkunde. Auf den letzten Metern muß ich noch etwas bummeln, um den Hahn zu realisieren, worauf ein Teilnehmer Gunla fragt  „hat der was?“ Das Gesamtergebnis: 1. André Kutzke und Michael Kiene, 3. Marc Fischer, 4. ich selber, 5. (dnf) Björn Gnoyke mit 2 Hunden. Marc liefert uns sofort eine Urkunde. Jetzt wird es bald dunkel und Zeit für die Rückfahrt nach Hittfeld. Dieses lohnende Laufwochenende hat mal wieder zu den finanziell effektiven gehört, niedrige Startgebühren, keine Übernachtungen und Verpflegungskosten, nur Benzin für einige hundert km.

Veröffentlicht unter Laufberichte | Kommentare deaktiviert für Südheide Marathon von Wilsche nach Gifhorn und Salzgittersee Marathon 03./04.11.2012

Dublin Marathon am 29.10.2012

Irgendwann Ende letzten Jahres kam Gunla auf die Idee, sich endlich ihren Wunsch Dublin Marathon zu erfüllen und sie buchte über ein Reisebüro. Ich kann mich so lange vorher noch nicht festlegen und plane eher spontan. Aber Mitte 2012 war es für mich dann an der Zeit, mich im web zu informieren, den Lauf anzumelden und die Flüge zu buchen, ein Hotel hatte Gunla ja schon. So flogen wir dann am Freitag, dem 26.10. morgens mit Lufthansa über Frankfurt nach Dublin, wo immer am Montag des „Bank Holiday“ der traditionsreiche Marathon stattfindet. Was ist Bank Holiday? Es ist ein offizieller  Feiertag in Irland, der seinen Ursprung in Bankenkrisen vergangener Jahrzehnte hat. Der Staat wollte Einfluß nehmen, er schloß an einem bestimmten Tag die Banken, so daß keine Geldgeschäfte stattfinden konnten. Mit dem Flughafenbus gelangten wir in die City und dann mit einer der unzähligen Buslinien (wir haben günstige 5-Tagestickets) zum Mespil Hotel in der Mespil Road am Grand Channel, einem nicht wirklich großen Kanal. Das Wetter ist typisch, bedeckt mit Regenneigung. Abends machen wir gleich einen kleinen Stadtbummel, im Zentrum der Altstadt liegt das historische Trinity College, ein altes Universitätsgelände, dann entdecken wir die kleinen Gassen und Häuser des ehemaligen Kaufmannsviertels Temple Bar am die Stadt durchquerenden River Liffey.

Hier müssen wir fish’n ships probieren, fast ein Nationalgericht und mehr als fastfood, anschließend hören wir im benachbarten Pub Old Storehouse original irische Volksmusik bei einem Guiness. Das war aber noch nicht alles, in einem Zeitungsartikel im Hamburger Abendblatt hatte ich etwas über den Pub O’Donoghues gelesen, wir finden ihn nahe dem kleinen Park Saint Stephen’s Green an der Merrion Row, sehr urwüchsig und authentisch mit vielen gemütlichen kleinen Ecken und Winkeln, die Einrichtung zeigt starke Gebrauchsspuren, an den Wänden unzählige alte Fotos von den berühmten irischen Volksmusikern „The Dubliners“, die müssen hier öfter gespielt haben. Dann auf dem Rückweg versacken wir fast noch in einem weiteren Pub, das ebenfalls gerammelt voll ist, sehr viele Dubliner, die nach dem Büro hier das Wochenende feiern mit lautstarker Unterhaltung und viel Guinness.

Am nächsten Tag nach einem ausgiebigen irischen Frühstück holen wir zunächst die Startunterlagen in der Halle der RDS, Royal Dublin Society’s. Hier lernen wir die Disziplin dieser Inselvölker kennen: Wir kommen einige Minuten vor Öffnung der Halle um 11 Uhr, und hunderte drängen sich nicht etwa vor dem Eingang, sondern stellen sich ganz von selbst in einer ca. 200 m langen Schlange an. Dann öffnet die Tür und die Schlange bewegt sich langsam und geordnet hinein. Ebenso geordnet geht es bei der Startnummernausgabe zu. Die Marathonmesse ist ähnlich (un)interessant wie bei unseren Stadtmarathons. Anschließend geht es bei strahlend blauem Himmel auf in Richtung der Halbinsel Howth, 166 m aus  der Dublin Bay in der Irischen See aufragend. Mit dem Doppeldeckerbus hat man vom Oberdeck einen wunderbaren Blick auf die Küste und fährt auf den höchsten Punkt, von wo man dann eine kleine Rundwanderung auf einem Trail Richtung Leuchtturm unternehmen kann.

 

Auf der Rückfahrt machen wir Halt in dem kleinen gleichnamigen Fischerdorf Howth und es gibt wieder mal Fish & Ships und einen Spaziergang am sehr bunten Hafen mit Restaurants und Geschäften.

Der Bus fährt uns beide zurück in die City, dort fällt uns ein Pub der gehobeneren Klasse auf, The Bank, fast vornehm, Messing und edles dunkles Holz, unverschlüsseltes WLAN…..und Guinness. Am Sonntag ist es dann wieder bedeckt, wir fahren mit dem DART, Dublin Area Rapid Transit, einer Art Regionalbahn, vom Hauptbahnhof Connolly Station mit einer 10€-Familienkarte ca. 40 Minuten an der Küste entlang nach Süden, teilweise oberhalb hoher Klippen mit weitem Meerblick.

Von der Endstation Greystones geht es wieder zurück nach Dublin und gleich weiter nach Howth, wo Gunla und ich uns in einem gemütlichen Restaurant mit einer Fischplatte und einem guten Wein für den morgigen Marathon stärken. Zurück bringt uns der obligatorische Doppeldeckerbus. Am nächsten (Marathon)morgen sieht man erst, wieviele Läufer hier im Mespil Hotel übernachtet haben, der Frühstücksraum ist gerammelt voll, und das Restaurant muß mit für das breakfast genutzt werden. Bis jetzt haben wir aber noch keinen bekannten Läufer getroffen. Der Start ist um 10 Uhr in der Fitzwilliam Street, ganz in der Nähe, Müllsäcke mit Arm- und Kopflöchern schützen vor dem ungemütlichen Wetter, die Startaufstellung erfolgt in Blöcken mit gestaffelten Startzeiten nach den angegebenen Endzeiten, und man wird wider Erwarten feststellen, daß jeder hinterher sofort im Internet seine richtige! Brutto- und Nettozeit findet, ich bekomme sie gleich aufs iPhone gefunkt.

Aber zurück zum Start, wir nehmen Aufstellung, ein paar Fotos, die üblichen Fragen und Kommentare von irischen Läufern (viele Ausländer sind nicht da) wegen meines 100 MC Laufshirts ……..“hast du schon 100 Marathons?……..dein wievielter ist das heute?……..oh Gott, warum habe ich überhaupt gefragt!………gratulation………good job……….“ Was mir übrigens immer wieder in den angelsächsischen Ländern auffällt: Keiner zweifelt jemals deine Leistung an, sondern gratuliert dir dazu. In Deutschland dagegen habe ich es gerade wieder am letzten Wochenende anders erlebt: „Was, 743? Wenn das man stimmt!“ Ich habe ihn auf meine Webseite verwiesen, ist mir eigentlich auch egal, aber immer wieder lustig. Dann der gestaffelte Start, die ca. 14000 setzen sich in Bewegung, sehr viele wirklich engagierte Zuschauer feuern uns über die ganze Strecke an. Dann eine Überraschung: Doris Sagasser kommt etwa bei km 5 von schräg hinten im 100er Trikot auf mich zugerannt, „…….was, ihr seid auch hier?…“ Sie ist mit Mario am Sonnabend hierher geflogen. Wir werden uns später beim Zieleinlauf wiedersehen. Die Strecke führt zunächst durch die Innenstadt und dann durch den Phoenix Park, den größten innerstädtischen seiner Art weltweit, weiter durch Außenbezirke, zum Schluß im letzten Drittel als Zugabe ein paar Steigungen, Gesamthöhenmeter am Ende nicht mehr als 200. Die Zuschauer sind immer noch enthusiastisch…… you make a good job……..fantastic…….great run….Eine Zuschauerin hält ein Schild hoch……“Wenn es so einfach wäre, würden wir alle Marathon laufen!“ Die Strecke ist in Meilen ausgeschildert, es sollen auch km-Schilder dagewesen sein. Jetzt haben die Läufer die Stadt wieder erreicht und auf einer langen Geraden geht es am Merrion Square am gleichnamigen Park in den Zieleinlauf.

Ich habe eine Nettozeit von 4:31:16, Gesamtplatz 8737 von 12201 Finishern, und treffe Doris wieder, die ein paar Minuten später die Linie überquert, und Mario, der natürlich schon lange im Ziel war, Zeit knapp über 3 h. Ich bekomme die Medaille und ein Langarm-T-Shirt mit der Aufschrift „Proud Finisher“.

Ich weiß, daß Gunla die Strecke noch einige Zeit genießen wird und gehe zum Duschen ins Hotel. Hier geben die Läufer heute den Ton an, viele sind unten in der Lobby, ich mache mich wieder auf den Weg zum Zieleinlauf und bin gegen 16:35 h dort, um Gunla in Empfang zu nehmen. Es kommen immer noch etliche Läufer, einzeln oder in kleinen Gruppen ins Ziel, jeder darf hier finishen und wird vom Sprecher beim Überqueren der Ziellinie begrüßt. Ich bin nebenbei Fotografierservice und gebe Auskünfte verschiedener Art. Gegen 17:45 h, also Laufzeit 7:45 h, bekomme ich eine sms von Gunla, sie ist schon fertig geduscht im Hotel, wir müssen uns im Ziel um 2-3 Minuten verpaßt haben, sie lief 6:28:23 h, 11890. Platz. Anschließend haben wir dann keine Lust mehr, in der Stadt herumzulaufen und essen abends im Hotelrestaurant, ein irisches Gericht, eine Art Bratwurst mit Kartoffelmus und Soße. Ja, und am nächsten Morgen beginnt nach einem gemütlichen Frühstück die Rückreise, zunächst zum College Green, von wo der Flughafenbus zum Dublin Airport fährt. Am Abfluggate treffen wir natürlich wieder Doris und Mario, die dieselben Rückflüge mit Lufthansa haben, wir nutzen die Gelegenheit für ein Gruppenfoto. Alles geht glatt, um 15:30 h landen wir in Frankfurt, Weiterflug nach Hamburg um 17 h und gegen 20 h sind wir zu Hause.

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Mein 750. Marathon / Ultra

Mein 750. Marathon / Ultra beim ISUM (Ihmerter Stolpertrupp Ultra Marathon) am 02.12.2012 bei Günter Meinhold in Ihmert

Wo liegt Ihmert? Da, wo Günter und Renate Meinhold wohnen, am Westrand des Sauerlandes, über 400 m hoch gelegen! Am Wochenende war ich mit Gunla da, um einen Doppeldecker zu absolvieren, und der 2. Lauf am Sonntag war mein Jubiläum. Der Start ist um 10 Uhr vor Günters Garage, wo auch die reichhaltige Verpflegung steht.

Dietrich Eberle, Bernd Rohrmann, Jochen Kruse

Es hat in der Nacht  gut 5 cm Neuschnee gegeben, den ersten dieses Jahr. Zunächst laufen wir zusammen, später werde ich auf die Marathondistanz abbiegen. Der Schnee macht die bergige Strecke von ca. 900 Höhenmetern gegenüber dem Vortag schwerer, es ist knapp über 0 Grad. Gute Sicht hat man heute nicht, es ist neblig, dafür gibt es aber gratis massenweise frische Luft und angenehm kühle Temperaturen mit etwas Schneegrieseln.

Rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit rette ich meine Hahn-Weber-Zeit ins Ziel. Hier wartet eine Überraschung auf mich, denn neben  Medaille, Urkunde und Ergebnisliste, die mir später Günter verleihen wird (er ist noch auf der Ultra-Strecke) werde ich von Renate und Gunla mit 750 er Jubiläumsgirlande und einem echt Olympischen Olivenzweig-Kranz geehrt!

Kaffee und Kuchen gibt es für die unschlagbaren 5 Euro Startgeld auch noch. Nicht nur aufgrund des Wetters war das also ein besonderer Lauftag, man muß zum Laufjubiläum nämlich nicht immer unbedingt in New York (wenn er denn mal stattfindet), Berlin, Hamburg, Boston, Hawaii usw. …. laufen.

Ja, das ist die persönliche Urkunde!

Auch ein kleiner Rückblick soll mir zu meinem 750. gegönnt sein. Ein Auszug aus meiner Statistik: Gesamt 750 M/U an 323 Tagen des Jahres, 193 Ultras (davon 7 x 100 km, 10 x 24 h, 2 x 100 Meilen), 557 Marathons, 133 reine Doppeldecker (ohne Mehrtagesläufe), 10 Multidays (5 und mehr Tage), 106 Läufe 2007, 36097 km, 4306 h, 34 Länder mit 13 Hauptstädten, 5 Erdteile, 24 Inseln, 8 x Hahn-Weber, 16 Bundesländer mit 10 Landeshauptstädten, X und Y fehlen noch als Anfangsbuchstaben von Start/Zielorten.  Wenn man schon solange dabei ist, seit dem 29.09.1974 bei meinem ersten Marathon in Nordholz, irgendwo an der Nordsee zwischen Bremerhaven und Cuxhaven gelegen, dann denkt man bei einer besonderen Anzahl von Läufen auch wieder an die ersten Läufe zurück.

Warum? Weil sie so besonders waren, zumindest in der Erinnerung viel spannender als jetzt, wo man schon so viele Läufe hinter sich hat. Und ich habe auch diesesmal wieder, wie schon zu meinem 500. ein paar „neue“ alte Fotos  herausgekramt, 1976 waren Schwarzweißfotos noch ziemlich alltäglich, man kann sich auch an meiner damaligen Sportmode belustigen, viele Sachen waren aus Baumwolle, trotzdem konnte man ohne Funktionskleidung sogar schnell laufen.

Klaus Körber, Dietrich Eberle, Roland Witt und Hermann Buhr beim Schwarzwaldmarathon 1976

1980 Schwarzwald, Unterbränd, noch ca. 7 km zum Ziel, Endzeit 3:36:34 h

Ein Lauf in der Schweiz 1982

Wenn man darauf achtet, sieht man, daß ich auf einem Foto Hallensportschuhe trage, die ich bei Tischtennis-Punktspielen für den TSV „Eintracht“ Hittfeld in der 2. Bezirksliga benutzt habe. Manchmal trug ich auch die berühmten Adidas „Rom“, die eigentlich mehr für 100 m und Weitsprung beim absolvieren des Deutschen Sportabzeichens gedacht waren. Man denkt auch zurück an viele Begebenheiten, die jetzt witzig erscheinen, damals aber garnicht so lustig waren. So bin ich im Jahre 1987 den Schwarzwaldmarathon mit Gipsarm gelaufen, ich hatte mir beim Bergsteigen das Handgelenk gebrochen.

Beim Schwarzwaldmarathon 1984 mit Klaus Körber

Einmal habe ich entnervt während des Laufes von Marathon auf eine kürzere Strecke, ich glaube 30 km, umgemeldet. Bei einem Schwarzwaldmarathon um 1980 herum trafen wir einen Teilnehmer, der vor seinem ersten Triathlon bereits ein Buch über diese Sportart geschrieben hatte, er sagte, jetzt nach dem Triathlon müsse er das Buch wohl umschreiben….. Beim Hanse-Marathon 1987 lief ich mit der Absicht „unter 3 h“ die ersten 10 km unter 40 Minuten an und bin dann auf 3:25 h eingebrochen.

Im Ziel 1995 in 3:45:21 h 

2007 nach dem Transe Gaule lief ich noch die letzten 5 Etappen des Deutschlandlaufes mit. Dabei bin ich irgendwann buchstäblich im Wald gelandet, weil ich schön bunten Farbmarkierungen nachlief, die aber nicht für mich bestimmt waren. Damals in den 1970er Jahren gab es auch einen älteren Läufer, er muß so Mitte 50 bis 60 Jahre gewesen sein, wir jungen Springer im Alter um 25 machten uns lustig über ihn, weil er für den Marathon um 5 Stunden brauchte …., und weil er immer jedem erzählte, daß er schon so alt ist und trotzdem noch so toll läuft ….. Kommt einem irgendwie bekannt vor, sollte man mal drüber nachdenken. Ähnlichkeiten mit lebenden und aktiven Läufern sind wie immer rein zufällig.
So, das soll es erstmal gewesen sein, bis zu nächsten Jubiläum!

05.Dezember 2012

Dietrich Eberle

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Marokko, Trekking im Hohen Atlas, 22.09.-05.10.2012

Sonnabend, 22.09.
Vormittags fahre ich mit der DB nach Franfurt, wo sich die 15köpfige DAV-Summit-Club-Gruppe am Abfluggate trifft. Unsere Bergführerin ist Gabriele Hupfauer, vor Jahren mit drei Achttausendern erfolgreichste deutsche Bergsteigerin. Abflug nach Casablanca ist 17:45 h. Abends Ankunft und Weiterflug nach Marrakesch, Ankunft erst um Mitternacht, Hotelübernachtung. 

 

Sonntag, 23.09.
Bei bis zu 38 Grad erste Stadtbesichtigung und am Nachmittag Busfahrt in ein einfaches Bergsteigerhotel im Berberdorf Imlil, 1750m. Wir packen unsere Sachen für 4 Tage Zelttrekking. Nur den Tagesrucksack mit persönlichen Sachen und Ausrüstung für den Trekkingtag trägt man selber. Die Trekkingtasche mit Schlafsack und Isomatte wird ebenso wie Zelte und Lebensmittel von Maultieren getragen.     

                                                                                                                                                          Was genau ist eigentlich ein Maultier, auch „Muli“genannt?                                                     Es ist das Kreuzungsprodukt einer Pferdestute und eines Eselhengstes. Die umgekehrte Kombination, also von Pferdehengst und Eselstute, wird Maulesel genannt. Das Wort Maul ist dabei dem lateinischen mulus für Maultier/Mischtier/Mischung entliehen. Als Hybride sind Maultiere mit seltenen Ausnahmen nicht fortpflanzungsfähig. Maultiere sind einfacher zu züchten als Maulesel und werden aufgrund ihrer im Gegensatz zu den Pferden größeren Ausdauer und Unempfindlichkeit als Zug-, Trag- und Reittiere verwendet, besonders auch in unwegsamem Gelände. Maultiere gelten als gutmütig und geradlinig, im Gegensatz zu Pferden auch als weit weniger scheu. Sie sind gegenüber Pferden gleichmäßiger belastbar und erholen sich sehr rasch von Strapazen. Damit verbunden ist auch eine besonders hohe Lebenserwartung von 45 bis über 50 Jahren, in Einzelfällen sogar noch mehr. Als Tragtiere sind Maultiere weitaus gutmütiger, sie können an einem Tag rund 150 kg etwa 30 bis 40 km weit transportieren. Ein Maultier ist meist größer als sein Eselvater, aber meist kleiner als die Pferdemutter. Vom Aussehen her ist ein Maultier eher pferdeähnlich, nicht zuletzt wegen des großen und gestreckten Kopfs und seines Fells. Das Maultier behält jedoch, wohl als dominantes Erbmerkmal seines Eselvaters, die längeren Ohren. 

Montag, 24.09.
Gegen 9 Uhr geht es nach dem Frühstück im Mizanetal los, das Atlasgebirge begrüßt uns mit Regen, ein kleiner Hinweis, daß wir im Hochgebirge sind. Das erste Zeltlager wird an einem Wildbach aufgeschlagen, der stärker werdende Regen weicht den schweren Boden zu zähem Matsch auf, alles ist klamm. Abendessen im Gemeinschaftszelt und Nachtruhe.

 

Dienstag, 25.09.
Der Regen hat gegen morgen aufgehört, blauer Himmel, Sonne. Der Weitermarsch beginnt mit der Querung des Wildbaches, dann zunächst durch ein einsames Dorf, wie alle anderen in Hanglage. Über braunrote sanfte Hügel weiter hinauf, auf einer malerischen Höhe mit Fernblick und den weidenden Mulis im Vordergrund gibt es Mittagessen.

Ab- und Anstiege auf schmalen Pfaden entlang von hunderte Jahre alten Thujenbäumen, bis das Tagesziel, eine weite Grasebene auf 2600 m Höhe nahe des Wintersportortes Oukaimeden erreicht wird. Die Nacht wird kalt, aber mein Gebirgsschlafsack hält warm.

 Mittwoch, 26.09.
Wieder blauer Himmel, durch ein Dorf  mit den Naturstein-Häusern der Bergbauern, hier ist alles im Einklang mit der Natur. Der über 3000 m hohe Paß Tizi n‘ Ouhattar wird gequert, dann einen steinigen Pfad hinab in ein enges Tal. Nahe eines Dorfes mit malerischen kleinen, von Steinmauern eingefaßten Terrassenfeldern stehen unsere Zelte auf einer felsigen Anhöhe, 2380 m. Kleine Kinder hüten Ziegen und Frauen ernten Walnüsse von den sattgrünen mächtigen Bäumen.

 

Donnerstag, 27.09.
Dieser Tag beginnt wieder mit etwas Regen, aber die entsprechende Ausrüstung ist im Rucksack bereit. Zunächst leichter Anstieg, dann zu einer einsamen Ansiedlung auf 2600 m, die gerade erst Stromanschluß bekommen hat. Ein luftiger Serpentinenpfad zieht sich bei nun besserem Wetter im zunächst sehr grünen und dann karger werdenden Tal hinauf auf die Paßhöhe des Tizi n‘ Tacheddirt auf 3170 m. Schöner Abstieg, man sieht schon die Straße, über die wir wieder zu unserem Bergsteigerhotel gefahren werden sollen. Aber unvermittelt ziehen Wolken das Tal hinauf, bei kräftigem Regen erreicht die Gruppe die Fahrpiste, die marokkanischen Helfer haben im Zelt das Essen vorbereitet. Dann folgt eine unerwartet abenteuerliche Fahrt aus 2250 m Höhe hinab nach Imlil im Laderaum von einer Art Viehtransporter, auf dem Dach ist das Gepäck aufgetürmt, Bäche führen plötzlich viel mehr dunkelgelb strömendes Wasser und müssen gequert werden. Heil im Hotel angekommen, kann jetzt mal wieder geduscht werden, und ich packe meine Sachen neu für die folgenden Hochgebirgstouren. 

Freitag, 28.09.
Heute um 9 Uhr steigt die Karawane auf zur Refuge les Mouflons, einer Berghütte auf 3200 m, zunächst durch den schönen grünen Bergsteigerort, obligatorische Querung eines Baches und hinauf in die  hochalpine Landschaft. Der Aufstieg endet in Hagelschauer und Schneeregen, heute wäre jede Gipfeltour gescheitert, so wie die Toubkal-Besteigung der belgischen Gruppe. Wir richten uns im Hüttenlager für die nächsten 3 Übernachtungen ein und genießen das bullenheiße Kaminfeuer im großen Aufenthaltsraum, bei Außentemperaturen von unter 0 Grad. Für morgen hat unser marokkanischer Bergführer Hussein gute Bedingungen orakelt. 

Sonnabend, 29.09.
Ja, heute ist schon der Jebel Toubkal angepeilt, mit 4167 m der höchste Gipfel Nordafrikas. Nachts war es schon sternenklar, und der Morgen begrüßt die Bergsteiger des Summit Club unter dem Gefrierpunkt, aber mit strahlend blauem Himmel. Der Aufstieg beginnt um 8 Uhr steil hinauf durch vereistes Blockwerk, dann über Schneefelder schwingt sich die Trittspur zum felsigen Gipfel, den die Gruppe gegen 11:15 h bei wunderbarem Fernblick erreicht, wenige Wolkenfelder liegen bestimmt 1500 m unter uns. Nach schöner Gipfelrast geht der Abstieg rasant, unten kann man auch vor der Hütte noch die Sonne genießen.

 

 

 

Sonntag, 30.09.
Das Wetter ist wieder sehr gut, heute soll der Jebel Akioud bestiegen werden, wir erreichen ein Hochplateau auf etwa 3850 m. Der weitere Anstieg ist aufgrund der Verhältnisse leider zu gefährlich, überfrorene Schneeplatten im steilen Schottergelände. Nach einer längeren Pause bei strahlendem Sonnenschein beginnt der Abstieg zurück zur Refuge les Mouflons.

 

Montag, 01.10.
Nach der letzten Nacht in der Hütte führt der Pfad bei strahlendem Sonnenschein hinauf zum Paß Tizi n‘ Aguelzim auf 3547 m mit Abstechern auf die umliegenden kleinen Gipfel. Dann ein langer Abstieg in vielen Serpentinen durch Schotter hinunter im Lepineytal, Lager auf 2220 m nahe Tamsoul.

 

Dienstag, 02.10.
Vom Lagerplatz zieht sich der Pfad durch alte Thujenbaumbestände zum Paß Tizi n‘ Mzik auf  2480 m mit Blick auf Imlil, dann im weglosen Gelände zum höchsten Punkt des Tages, dem Jebel Tasghimout mit schöner Rundumsicht auf 2664 m. Wieder weglos durch Schotter und niederen Bewuchs hinab zum letzten Lagerplatz, 1930 m.

 

Mittwoch, 03.10.
Am letzten Tag geht es zunächst hinunter in ein Dorf, auf einem Fahrweg durch Steineichenwald und über einen kleinen Paß, auf einem schmalen steinigen Pfad weiter hinab zum letzten Rastplatz mit Mittagspause. Von dort werden wir mit einem Bus abgeholt und erreichen nachmittags wieder das Hotel in der Königsstadt Marrakesch. Hier ist natürlich Ausruhen angesagt in der großzügigen Hotelanlage mit palmengesäumter Innenhofterrasse.

 

Donnerstag, 04.10.
Heute vormittag gibt es noch eine Besichtigungstour in Marrakesch, es wird auch ein Riad besichtigt, ein traditionelles marokkanisches Haus mit einem Innenhof bzw. inneren Garten. Der Riad entstand zu Beginn des Islams, durch die nach innen gerichtete Konzeption boten sie der Familie Schutz und Privatsphäre. Viele Riads in Marrakesch und Essaouira werden heutzutage als Hotels genutzt. Auch der  Platz der Geköpften, „Djemaa-el-Fna“ mit Gauklern und fliegenden Händlern und der Basar von Marrakesch muß besucht werden, ein riesiger Markt, der in der ganzen Welt für seine endlosen, labyrinthartigen Gänge berühmt ist.

Freitag, 05.10.
Jetzt bleibt nur noch der Rückflug, frühes Aufstehen im Hotel, Flug über Casablanca nach Frankfurt, Bahnfahrt nach Harburg und späte Ankunft in Hittfeld.

 

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