Jubiläum an der Lesum

„Bremen läuft Marathon“ mit den Initiatoren Helmut, Olaf und Uwe hatte am letzten Tag des Jahres wieder einmal etwas besonderes zu bieten.

1f

Ute Deters, die am 20. Dezember schon im Vöppstedter Forst beim Jubiläum von Frank, Gunla und Marc dabeigewesen war, lief ihren 100. Marathon, Herzlichen Glückwunsch!

2f

Olaf gab noch ein paar Informationen zur Strecke…………

3f
 ………….und nach dem Startfoto……

4f

…………konnte es losgehen!

5f

Start und Ziel kannten einige Starter schon, es ist am Sperrwerk kurz vor der Einmündung der Lesum in die Weser. Die Streckenführung war neu zumindest für mich, ein interessanter 8,5 km Kurs. Nach dem Start ging es über das Sperrwerk auf die Landzunge zwischen Weser und Lesum, entlang des Ostufers der Weser,

6f

bis man an der Lesum-Mündung gegenüber das Segelschulschiff „Deutschland“ liegen sah, dann auf gleicher Strecke zurück.

7f

Nachdem wir wieder das Sperrwerk überquert hatten, folgten wir der Lesum auf der Nordseite, jetzt bis zum zweiten Wendepunkt direkt an der „Deutschland“, und wieder zurück. Das Wetter sah zunächst nicht einladend aus, aber nach etwas nordischem Nieselregen blieb es einigermaßen trocken. Der Marathon hatte immerhin 22 Finisher, diesesmal wegen des besonderen Anlasses mit Medaille!

01. Januar 2015    Dietrich Eberle

Veröffentlicht unter Laufberichte | Kommentare deaktiviert für Jubiläum an der Lesum

1. Wernerwald Marathon in Sahlenburg am 13.12.2014

10f15707634

Wieder eine neue Strecke bei „Bremen läuft Marathon“, der mobilen Serienveranstaltung  von Olaf, Helmut und Uwe. Jetzt kam noch Michaels Wernerwaldmarathon dazu.

0.1f16522672

0.2f16878132

Jörg half mit bei der Verpflegung und Organisation, während Michael, der nicht ganz fit war und auf den Start verzichten mußte, die Strecke markierte.

1f14244831

Auch ein paar andere Laufkollegen fielen wegen Krankheit aus. Das Wetter war besser als vorhergesagt, es war trocken und später kam die Sonne durch.

2f14515587

4f15790887

Nach dem Starterfoto ging es auf die Strecke von ca. 5,3 km, die 8mal gerundet werden mußte.

8f15569471

Der Wernerwald liegt direkt am Nordseestrand, Amtmann Werner ließ ihn 1880 anpflanzen.

7f15614257

Zur Auflockerung umläuft man nach halber Runde den Finkenmoorteich,

6f15613664

und ein paar leichte Steigungen und matschige Passagen sorgen für Abwechslung.

9f15360169

Nach dem Lauf gibt es eine warme Dusche im Vereinsheim der Sportfreunde Sahlenburg, hier war Michael als Fußballer aktiv. Vielen Dank an alle oben genannten Sportfreunde für diese Veranstaltung und alle anderen von euch ausgeschriebenen neuen Marathons!

Viele Grüße

Dietrich Eberle          Hittfeld, 15.12.2014

Veröffentlicht unter Laufberichte | Kommentare deaktiviert für 1. Wernerwald Marathon in Sahlenburg am 13.12.2014

Den Schatz im Silbersee habe ich nicht gefunden ……..

…….. dafür aber gegen Jahresende noch zwei schöne Natur-Marathons, den Silbersee Nikolaus-Marathon und den R´n´B in Kaltenkirchen!

4f15552884

Beide Marathons standen schon lange auf meiner „will ich haben“ Liste, und wie immer begann das Laufwochenende am Freitagnachmittag , diesmal führte mich meine Straße nach Bobenheim-Roxheim in der Pfalz, zwischen Worms und Frankenthal liegt der 1,2 qkm große Silbersee, ein Baggersee direkt an einem toten Rheinarm, dem Roxheimer  Altrhein, der hier früher eine Rheinwindung  bildete. Vor Worms überquere ich diesen Fluß und durchfahre den gewaltigen 53 m hohen Nibelungenturm aus dem Jahre 1900.  Am Zielort finde ich einen Standplatz nahe der Jahnhalle, in der auch eine Gaststätte für mein Abendessen eingerichtet ist. Schon um 7 Uhr am Nikolaustag  wird Daniel vom Lauftreff Hemsbach die Frühstarter auf die Strecke schicken, und ich bin auch dabei, allein schon wegen der langen Rückfahrt. Es ist noch dunkel, zusätzlich kalt und trübe, als ich zum Naherholungs- und Freizeitgebiet Silbersee komme.

20f13694793

Als sich dann alle in der Dunkelheit erkannt und begrüßt haben, startet pünktlich ein guter Teil der 21 späteren Finisher. Aber ich habe ja meine Stirnlampe dabei. Zunächst geht es 2 km auf Straße, dann wird es interessant, hier wird Kies abgebaut, und bei Nässe sieht man der 1 km-Teilstrecke das auch an.

6f15233688

Die letzten ca. 2 km führt ein Trail durch Gras und Wald zu Start und Ziel mit dem Eigenverpflegungsdepot am Seestrand (brrr… aber im Sommer wird nach dem Marathon gebadet…) mit Tischen, Bänken und Schirmen.

16f13718379

3f15528644

11f15652800

12f15680455

5f15614903

Damit ist die erste Runde von 5,2815 km (DLV-vermessen) geschafft. Das darf man dann noch 8mal bewältigen. Um 9 Uhr starten die schnelleren, zu denen neben Bernhard auch Heribert vom Lauftreff Hemsbach gehört, der heute seinen 100. M/U schafft, entsprechend gefeiert wird und dafür einen ausgibt!

IMG_1219

IMG_1222

IMG_1225

Die Soforturkunden werden verteilt, die Ergebnisliste ist abends im Internet, wie auch einige Fotos, die Lauffreunde haben mir erlaubt, ein paar zu verwenden.

19f13369381

Vielen Dank an Euch vom LT Hemsbach für die perfekte Organisation und die gute Laune!!

17f13067697

Kurz nach 14 Uhr bin ich wieder auf der Autobahn nach Norden, mein Zuhause liegt zur Übernachtung praktischerweise auf dem Weg zu nächsten Event.

21f

Claudi und Uli haben hier in Kaltenkirchen (nomen est omen) schon mehrfach den R´n´B Marathon veranstaltet, benannt nach einer Musikrichtung aus Amerika (Rhytm and Blues), damit wurde der erste Lauf beschallt, erklärt mir Uli, als wir vor dem Start im Haus noch einen Kaffee trinken. Eine Woche vorher hatte mich ein Laufkollege gefragt, ob ich auch beim aahrr-ämm-bie-Marathon starte. Aha, dachte ich, das muß einen Grund haben und fand im Internet die Erklärung. Für alle, die keine Lust auf englisches buchstabieren haben, hier ein Trost: Wie ich selber auch, kann man err-enn-bee buchstabieren, die Einführungsrunde führt nämlich um ein Regenrückhalte-Becken, sagte Claudi.

26f

Die 9 Starter machten sich zum Start bereit, aber Fotograf Uli ist nicht auf dem Foto. Die ca. 1,67 km lange Runde an der Moorkoppel hat Anteile aus Asphalt und Wanderwege entlang von Knicks, teils Grasboden.

30f

31f

32f

37f

24f

Die Verpflegung ist am Gartenzaun aufgebaut. Wir dürfen nach der Rnb-Einführungsrunde 25mal den schönen Kurs laufen, das Wetter ist ähnlich wie am Silbersee-Nikolaus, nur windiger, und zum Schluß bekomme ich noch Nieselregen dazu. Nach dem Zieleinlauf gibt es wieder einen heißen Kaffee und wir unterhalten uns über völlig untypische Läuferthemen wie 24h-Lauf, Transe Gaule usw. Das alles hat heute auch richtig Spaß gemacht, Vielen Dank an Claudi und Uli für ihren Marathon mit Familienanschluß!! So, jetzt mußte ich nach Hause, irgendwann würde Gunla auch von ihrem Laufwochenende zurück sein.

Dietrich Eberle      09. 12. 2014

Veröffentlicht unter Laufberichte | Kommentare deaktiviert für Den Schatz im Silbersee habe ich nicht gefunden ……..

Kein Marathon in Antalya, ….. aber ….

….…Taurus Trails     29.10. – 09.11.14

23f13507683 Der Taurus ist ein ca. 1500 km langes Kettengebirge in der Türkei und verläuft großenteils parallel zur Mittelmeerküste. Dieses Gebirge umfaßt auch die Bergwelt im Hinterland von Antalya und ist immer noch eine abgeschiedene, nicht vom Tourismus erfaßte Region, geprägt von dichten Zedernwäldern, geschützten Hochtälern, markanten Karstbergen und schroffen Felswänden. Auf unbekannten Bergpfaden trifft man Hirten und findet die Sommerlagerplätze der Nomaden. Hier gibt es noch kein touristisches Netzwerk, nur wenige kleine Berghotels und Pensionen.

29.10.2014

Morgens geht mein Flug mit Sun Expreß von Hamburg nach Antalya an der türkischen Mittelmeerküste, und ein Taxi bringt mich ins sehr schön in der Altstadt gelegene Hotel,

2f12195966 nur einen Steinwurf vom urigen alten Naturhafen entfernt. Die Zimmer sind nagelneu, und mit WLAN kann man gut Verbindung nach Hause halten. Ich bummele noch etwas durch die Altstadt und hinunter zum Hafen mit vielen sehenswerten alten Holzbooten. Am Horizont erkenne ich die imposante Kulisse der Küstenberge des Taurus, sie sind mir natürlich schon bekannt durch meine beiden Antalya-Marathons im März der Jahre 2006 und 2007. Die folgenden 4 Fotos verwende ich mit freundlicher Genehmigung von        Marathon4you. © Marathon4you.de   www.marathon4you.de

....der Mann, das Meer und die Berge                                    Der Mann, der Marathon, das Meer und die Berge

Ich habe mir erlaubt, die damalige Bildunterschrift von marathon4you um das nur zu logische Wort Marathon zu ergänzen….. Und was stand unter dem folgenden Foto?

...zieht einsam seine Bahn                                        Dietrich Eberle: Einsam zieht er seine Bahn

Aber so einsam war ich nun auch wieder nicht……..

Antalya 2007_1 Antalya 2007_2 Aber Schluß mit dem Rückblick. Wir sind jetzt wieder im Jahre 2014!

30.10.

Perge, Aspendos, Side, an diesem Tag werden antike Städte besichtigt, bzw. das, was davon übriggeblieben ist… Und schon bin ich erneut in der Vergangenheit!

7f13405573 Perge, rund 1000 v. Chr. von den Griechen gegründet, ist als antike Stadtanlage am besten erhalten.

1f12126414 3f12392044 Man ahnt zumindest noch Prachtstraßen, Thermen, ein Theater, das Stadion, die Tempel mit ihren mächtigen Säulen.

5f13172367 Zwischendurch hat man natürlich auch Gelegenheit, seine türkischen Lira oder auch gerne Euros in Andenken aller Art umzutauschen.

9f13278923 8f13409556 11f13370232 Das alles vermittelt einen Eindruck der damaligen Kultur Kleinasiens. Nur wenige Kilometer entfernt das antike Theater von Aspendos mit seinem steinernen Halbrund. Es ist das besterhaltene aus seiner Zeit. In Side regiert unangefochten der Tourismus, mit  Marktgassen und unzähligen Läden, aber dafür kann man hier den Blick aufs Meer genießen.

31.10.

Nach dem Frühstück fährt unsere Gruppe des DAV Summit Club zum Museum von Antalya mit Grabungsfunden aus den antiken Stätten. Einiges ist recht interessant…..

16f0E938013 Aber ich bin kein Freund von Museumsbesuchen und trinke nach einem Schnelldurchgang lieber einen Becher Kaffee mit Blick auf Meer und Berge.

14f0E196228 Dann geht es weiter mit dem Bus zum Hotel bei Ovacik, einsam gelegen auf 1250 m. Hier hat man eine wunderbare Aussicht auf die Berge und bis zum Meer hinunter, eine authentische Küche mit frischem Fladenbrot aus dem Holzofen, es ist eine perfekte Ausgangsbasis für die Wanderungen der kommenden Tage. Die Tour zum Eingewöhnen hat keine großen Höhenunterschiede. Man kann im Taurusgebirge keine deutlichen und markierten Wanderpfade wie in den deutschen Mittelgebirgen oder den Alpen erwarten. Eine Ausnahme zumindest bildet der ca. 500 km lange Lykische Weg, der dem Südrand des Gebirges folgt, bekanntgemacht und markiert von einer Engländerin. So geht es aber fast weglos durchs Gelände, es sind die Pfade der Hirten und der Nomaden. Heute ist auch eine längere Passage über Blockgestein zu bewältigen, dann wieder durch Macchia hinauf, durch niederen Wald und über Grashänge. Hm ↑300 ↓324  7,9 km

01.11.

Zuerst kurze Busfahrt zum Ausgangspunkt der heutigen Tour. Langsam ansteigend führt der Weg in den uralten Zedernwald, über Bergwiesen und Hochalmen erreichen wir Panoramapunkte mit Aussichten auf die Bergketten des Taurus.

20f0E877906 Das Wetter ist optimal wie fast immer während der Taurus-Trail-Tage, blauer Himmel und Sonnenschein, natürlich ein paar Grad kühler als tief unten am Mittelmeer.

21f13035281 24f13905408  Dieses etwa handtellergroße unbekannte Insekt fanden wir an einem Aussichtspunkt

22f13131547 Am Ende der Tour gibt es in Tülek, 1200 m hoch gelegen, kleine Erfrischungen und eine Tasse Tee, in einem kleinen Bergdorf mit wenigen Häusern. Das Fladenbrot backt die Familie in einem alten Holzofen. Hm ↑407  ↓510   10,1 km

02.11.

Der Start ist heute direkt vom Hotel. Die Wanderung führt auf Wanderpfaden und Waldwegen durch Pinienwald mit immer wieder kurzen Anstiegen. Es geht entlang eines Baches, teils folgen wir dem Lykischen Weg, begegnen Hirten mit ihren Ziegen.

25f0E139202 Irgendwann öffnet sich die Landschaft zu einem kleinen Hochtal, guter Platz für die Mittagspause.

26f0E215857 Ein längerer Abstieg führt nach Gedelma, 700 m. Hier begegnet uns dieses bekannte Tier, es ist noch langsamer als eine Gruppe des DAV Summit Club!

31f13740285 Hier gibt es uralte Platanen, eine soll über 2000 Jahre alt sein, zum Vergleich habe ich mich mal dazugestellt.

30f13521485 Der Ort war heute offensichtlich auch Ziel einer Autorallye.

33f13048528 36f13875011 An einem Restaurant warten wir auf den Bus.

34f13065977 Auf der Rückfahrt entschließen sich einige von uns, einen guten Teil der Strecke auch wieder zurück zum Hotel zu gehen, wo das Abendessen wartet. Das ist die letzte Übernachtung hier in Ovacik. ↑750 ↓1000   18,6 km

03.11.

Der Gipfel des Olympos, 2365 m, ist heutiges Tagesziel. Der geplante Startpunkt zum Aufstieg kann wegen eines Erdrutsches mit dem Bus nicht erreicht werden. Deshalb wird der Plan geändert, es geht mit der Seilbahn hinauf, dann der steile Abstieg bis unterhalb der Baumgrenze auf etwa 1700 m,

41f12276532 Mittagspause und Wiederaufstieg zum Olympos, türkisch: Tahtali, heute sind wir teils von Wolken umgeben. Nach einer Kaffeepause oben in der Seilbahnstation geht es mit der Bahn wieder hinab. Von der Talstation geht die Fahrt mit dem Bus Richtung Elmali, 1274 m, im Dunkeln erreichen wir das zentral gelegene Hotel in dieser Kleinstadt in den Bergen, Standort für die nächsten drei Tage. Hm ↑↓667    7,4 km

04.11.

Die heutige Tour ist eine echte Panoramawanderung. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Bus ist der Startpunkt an einer Serpentinenpiste erreicht.

43f12833882 Wir folgen teilweise einer alten Römerstraße durch die Felslandschaft hinauf,

44f12838610 nur von Dornengestrüpp und niederen Gräsern und Flechten bewachsen, weiter unten gab es noch Wildbirnen- und Feigenbäume. Unser türkischer Führer erzählt von den Nomaden, die hier oben mit den Weidetieren, Schafen und Ziegen, ihr Sommerlager haben und jetzt schon wieder unten im Tal sind.

49f12169592 47f0E714100 59f12458099 Über eine Scharte gelangen wir in ein kleines geschütztes Hochtal mit wenigen Bäumen, dann wunderbare Blicke über das Tal von Elmali und auf die gegenüberliegende Bergkette.

58f12148339 Nach einem steilen Abstieg ist der Bus an der steinigen Piste in Sichtweite,

57f12079742 die Rückfahrt nach Elmali und das Abendessen im aussichtsreichen Hotelrestaurant ist gesichert. Hm ↑↓895    13,4 km     max. Höhe 2300 m.

05.11.

Weit muß der Bus heute über eine Schotterpiste in Serpentinen hinauffahren bis auf etwa 2000m. Dann, an einer Hochweide und einem kleinen Hochmoor, beginnt die heutige Wanderung. Vorbei an den Sommerweiden der Schafhirten,

63f12420462 über Karstfelsen und steinige Almwiesen geht es hinauf. Wir besteigen einen kleinen Gipfel, den Kayabasi, 2428 m, mit weiten Ausblicken hinunter in die Täler.

64f6112028356 Zum Schluß ein steiler wegloser Abstieg durch die Felsen zur Hochfläche und Rückfahrt nach Elmali. Hier besuchen wir noch eine Moschee, deren Nähe zum Hotel uns auch schon am frühen Morgen durch die Ausrufe des Muezzin klar geworden war, danach ein kurzer Spaziergang durch den Bazar, entlang von Läden und Teestuben. Hm ↑↓475   8 km

06.11.

Die letzte Wanderung ist ein entspannter Abschied von den Taurusbergen, am Fuße des Kizlarsivrisi, und beginnt auf ca. 2000 m, zunächst hinab,

66f0E583990 dann über Almböden. In einiger Entfernung sind kleinere Herden von Wildpferden zu sehen, sie halten sich in sicherer Entfernung.

71f0E711499 72f0E816088 75f13862992 Mit schönem Blick über die Hochebene auf die Gipfel geht es in das Zedernschutzgebiet, einer dieser Bäume hat einen Durchmesser von 2,5 m und soll 745 Jahre alt sein. Der Bus bringt uns Richtung Mittelmeer, zwischendurch Mittagspause in einem urigen kleinen Restaurant mit Wildgarten.

77f0E129475                                                                      Granatapfel 80f0E668847                                                                                      Kiwi 12f13640503 Adrasan liegt an einer stillen Bucht, das Hotel ist direkt am Meer, Bungalows im Blockhausstil, sehr schön.

78f0E308246 Natürlich habe ich abends noch ein Bad im Meer genommen, Wasser 23°. Meine alten Kletterschuhe hatte ich zu Badeschuhen umfunktioniert, so kommt man an Stränden mit Kieselsteinen locker und entspannt ins Wasser. Hm ↑100 ↓425     8,3 km

07.11.

Vor dem Frühstück ist für mich wieder schwimmen im Meer angesagt, und nachmittags ist eine kleine Wanderung zu einem exponierten Leuchtturm hoch auf dem Felsen am Ende der weitläufigen Bucht geplant.

82f13449734 88f13897580 83f13587870 Dazu folgen wir nach einer kurzen Busfahrt einige km dem Lykischen Weg, mit wunderbarem weitem Blick aufs Meer. Hm ↑↓280   6,8 km

08.11.

Ich habe mich entschlossen, heute früh alleine eine Etappe des Lykischen Weges von Adrasan zur antiken Stadt Olympus zu gehen.

91f13598620 86f13329804 Die Route ist gut rot-weiß markiert. Mir begegnen nur wenige andere Wanderer.

95f12646961 97f13241221 98f13546796 101f12157725 103f12443405 Als ich Olympos erreiche, folge ich dem Weg noch ein Stück weiter an der Küste entlang nach Norden. Verabredungsgemäß treffe ich die übrige Gruppe dann am Strand, und jetzt ist die letzte Gelegenheit, sich noch einmal ins Mittelmeer zu stürzen. En passant werden die Ruinen von Olympos besichtigt. Nach der Rückkehr mit dem Bus nach Adrasan ist das letzte Abendessen und morgen früh der Transfer zum Flughafen von Antalya. Hm ↑775  ↓769   12,6 km

104f12824507

09.11.

Transfer zum Flughafen von Antalya, ca. 100 km, 1 1/2 h, gegen 11 Uhr geht mein Condor-Flieger nach Hamburg, um 14 Uhr ziehe ich schon meine grüne Summit-Club-Reisetasche vom Gepäckband, und Gunla empfängt mich in der Ankunftshalle des Hamburg Airport zur Fahrt nach Hittfeld.

Dietrich Eberle                  28.11.14

Veröffentlicht unter Bergsteigen | Kommentare deaktiviert für Kein Marathon in Antalya, ….. aber ….

Marathonis stürmen Marienburg !

Marienburg Marathon am 22.11.2014 in Adensen

Schon zum 2. Mal veranstaltete Heiner jetzt den Marienburg Marathon, der auf einer 8-förmigen Strecke mit zwei gleich langen, aber sehr unterschiedlichen Schleifen ausgetragen wird. Die Marathonis dürfen diesen Kurs in der goldenen Herbstlandschaft gleich zweimal genießen. Ich bin diesmal auch dabei, Anreise mit dem WoMo am Freitagnachmittag. Heiner hatte mir per e-mail geschrieben, daß ich 20 m vom Start entfernt parken kann. Es stimmte so ziemlich auf den cm genau! Am nächsten Morgen kurz nach 8 Uhr holte ich die Startunterlagen. Es gab auch Gutscheine für ein Getränk und was zu Essen vor oder nach dem Lauf, Kaffee und Kuchen in der Cafeteria der Sporthalle, Bratwurst, Glühwein und anderes in den Buden draußen.

8f16637867

So langsam sammelten sich die Läufer dann zum Sturm auf die Marienburg.

10f19262165

Heiner gab dazu letzte Hinweise, so u. a. die Info, daß die Feuerwehr im Gegensatz zum vergangenen Jahr vergessen hatte, die Strecke zu bewässern.

7f16105963

Auf die Sekunde um 10 Uhr kam das Startkommando für alle Wettbewerbe. Der 100 Marathon Club war mit 34 von 186 Marathon-Finishern dabei! Zunächst laufen wir 1 km durch den kleinen Ort Adensen und 1,5 km über freies Feld leicht bergan,

11af19108727

11bf19664981

dann 2,5 km auf einem schmalen Pfad durch den herbstfarbenen Wald mit dem steilen Schlußanstieg. Die Burg liegt im hellen Licht der Morgensonne.

12bf19424608

Im Innenhof der Marienburg ist die erste Verpflegungsstelle aufgebaut, auch unser Lauffreund Wolfgang ist hier als Helfer dabei.

13f12569818

Dann folgt die Strecke breiteren laubbedeckten Waldwegen und führt wieder auf gleichem Weg über die Felder zum Start- und Zielbereich mit Verpflegung, nach ca. 10,5 km. Die zweite Schleife führt uns über freies Feld, alles im Sonnenlicht,

14f12503138

dann wieder im Wechsel Wald und Feld, nur geringe Anstiege,

15f12170290

aber teils anspruchsvoller Untergrund, nasser, unebener Grasweg, matschiger Waldweg, sandige und asphaltierte Wirtschaftswege. Heute ist für jeden ´was dabei! Der Kirchturm von Adensen zeigt von Ferne, wo wir hinmüssen, nämlich wieder zu Start und Ziel, dann kann der 2. Umlauf beginnen, jeder weiß jetzt, was ihn erwartet. Die Höhenmeter zur Marienburg scheinen sich verdoppelt zu haben, zum Schluß messe ich +/- 544 Hm für den Marathon. Auf der 4. Schleife scheinen auch die km gefühlt mehr geworden zu sein.

18af12469235

Im Ziel gibt es eine Soforturkunde und eine „Goldmedaille“.

100f17059204

Die Ergebnisse der fast 500 Starter sind bald im Internet. Heiner versichert mir, daß noch heißes Wasser für die Dusche da ist, und vor der Rückfahrt genehmige ich mir eine Stärkung mit Kaffee und Kuchen. Vielen Dank an Heiner und alle Helfer für die perfekte Organisation dieses schönen Herbstmarathons!

Dietrich Eberle               23. November 2014

Veröffentlicht unter Laufberichte | Kommentare deaktiviert für Marathonis stürmen Marienburg !

Azoren 07. – 21. September 2014

14b17883812

Sonntag, 07.09.2014
Morgens Fahrt mit der DB nach Frankfurt Flughafen. Gunla bringt mich zum Bahnhof Harburg. Ich bin pünktlich dort, Gepäckabgabe schon direkt bei Ankunft am Bahnhof. Jetzt sitze ich im Flieger, es ist kurz nach 14:30 h, und die Maschine hebt ab! Ruhiger Flug,

1b17749030

schöne Sicht über dem Atlantik, und Ankunft um kurz nach 17 Uhr Ortszeit -2 h zur MEZ in Ponta Delgada auf der Azoreninsel Sao Miguel. Wir werden von unserem Führer José Garcia abgeholt und fahren nach Vila Franca, Hotel Marina. Ich habe noch Zeit, 40 Minuten zu laufen, dann ist Abendessen. Das Hotel liegt direkt am Meer mit schwarzem Sandstrand, Zimmer direkt zum Atlantik.

Xb14795853

Montag, 08.09.
Morgens mache ich wieder einen kurzen Morgenlauf von 40 Minuten, und nach dem Frühstück gibt uns José einen Überblick der geplanten Touren, die durch das Wetter ggf. geändert oder getauscht werden könnten. Wir fahren heute zum Kurort Furnal hinauf, der in einem Vulkankrater liegt und wo es heiße Quellen gibt.

17208532

Die Azoren wurden erst Mitte des 15. Jahrhunderts besiedelt, vorher gab es hier nur teilweise endemische Pflanzen und wenige Tiere. Wir wandern dann zum gleichnamigen See Lagao das Furnal und umrunden ihn, bis wir zu heißen Quellen kommen, die hier als Garküche für den berühmten Fleisch- und Gemüsetopf der Azoren dienen. Wir haben einen davon reserviert und damit unser Mittagessen in einem Restaurant in Furnal. Dazu gibt es portugiesischen Rot- und Weißwein. Anschließend Besichtigung des Jahrhunderte alten Botanischen Gartens und ein Bad in einem 30 Grad warmen natürlichen Thermalbad. Nach der Rückfahrt zum Hotel laufe ich noch eine kurze Runde und gönne mir ein Bad im Ozean. Danach gehe ich zur einen Steinwurf entfernten Hafenbar, um die Abendstimmung mit einem kleinen Bier zu genießen und meine Memoiren zu schreiben.

Dienstag, 09.09.
Die heutige Tour hängt vom Wetter ab. Es ergibt sich, daß wir zunächst eine Teefabrik besichtigen mit original alten Maschinen, die auch in einem Technikmuseum stehen könnten.

4b17242726

5b0E302269

Die Teegärten beginnen direkt am Gebäude. Mit einer speziellen Maschine werden die Teeblätter gerieben, so daß die Fermentierung einsetzen kann, dadurch werden sie schwarz. Anschließend dann die Trocknung. Der Tee kann hier probiert und natürlich auch gekauft werden. Die heutige Tour führt uns an der Nordküste zunächst eine Schlucht hinab, wo einige Ruinen von Wassermühlen zu sehen sind.

8b0E832747

Über Levadas (Wasserleitungen aus steinernen Trögen) wurden Bäche auf ein Schaufelrad geleitet und so ein Mahlwerk für Getreide angetrieben.

3b17830076

Dann folgt der Pfad der wilden Küste, unten schlagen die Wellen an die Küste aus Vulkangestein. An einem schwarzen Sandstrand ist Mittagspause, mit einigem Auf und Ab geht es weiter, vorbei an kleinen Weinfeldern, hier wird auch schwarzer Pfeffer angebaut und Süßkartoffeln.

9b17950532

Zum Schluß gibt es Kaffee und / oder Bier / Wein in einem einfachen Lokal in Maia, direkt am Atlantik.

12b17346753

Nach der Rückkehr ins Hotel packe ich schon mal meine Sachen für Morgen früh, um 7 Uhr soll Abfahrt sein zum Flughafen für den Sprung zur westlichsten Insel der Azoren und Europas, nach Flores, genau zwischen Europa und dem amerikanischen Kontinent.

Mittwoch, 10.09.
Flug ab 8:30 über Horta, 11:15 Landung in Santa Cruz das Flores. Wir fahren mit dem Bus an die Westküste und gehen um 13:30 h auf einem Panoramapfad auf und ab Richtung Süden.

17b14473560

Wunderbare Ausblicke, kräftiger Wind, aber sonnig.

18b14029591

Man bewegt sich immer hoch über der steinigen und steil abfallenden Felsküste des Atlantiks am westlichsten Ende Europas.

19b14932583

20b14186485

21b14347294

22b14655543

23b14198827

Nach 8,7 km auf teils steil abfallenden und ansteigenden Pfaden und 3:41 h ist das Ziel Faja Grande  erreicht, Hm +433 / -652.

26b14557954

25b14166342

28b14954075

29b14837374

31b14413774

32b14974319

An einer Gaststätte am Atlantik ist noch Zeit für ein Getränk, bis der Bus die Gruppe aus 8 Leuten und Bergführer abholt und ins Hotel nach Santa Cruz bringt.

Donnerstag, 11.09.
Wieder an der Westküste wird der Weg heute etwas länger, aber nicht etwa mit weniger Höhenmetern, von Süd nach Nord. Wir fahren wieder mit dem Bus vom Hotel ab mit dem Ziel Lajedo, ein kleiner Ort im Inselsüden.

33b14867077

Das ist ein Ferrari!

Als die Wanderung um 10:30 h beginnt, ist der Wind noch frisch bei bewölktem Himmel.

34b14415603

Mit der Zeit wird es sonnig, es geht auf und ab auf alten Verbindungswegen, die der König von Portugal im 18. Jahrhundert zwischen den Dörfern anlegen ließ.

37b0F000365

38b0F383774

Es geht durch kleine abgelegene Orte, der Blick geht fast immer auf den atlantischen Ozean,

36b14061666

Pause auf einem urigen kleinen Dorfplatz

35b14913402

und später an einem gerade neu angelegten Picknickplatz. Zum Schluß erreichen wir einen Ort mit ursprünglich von Amerikaauswanderern verlassenen Häusern, die vor einigen Jahren wieder wirklich schön hergerichtet wurden und von Wandergruppen zum Aufenthalt gebucht werden können. Das letzte Stück des 13,9 km langen Weges mit + 651 und – 847 Hm führt nach Faja Grande, zurück mit dem Bus.

Freitag, 12.09.
Abfahrt zur Südküste und Start nahe Lajes um 10:30 h. Es geht einen teils steilen Pfad hinunter zu einem Steinstrand mit einigen Sandabschnitten.

41b0E666859

44b0E006521

Ich gehe noch über die derben rundgeschliffenen Steine aller Größen bis zum begehbaren Ende. Nach einem längeren Aufenthalt und Baden im Meer geht es zurück und bis Lajes, zum Kaffee trinken und zum Schluß zum Hafen hinab.

45b0F668306

Nach 12,7 km mit + 409 / – 515 Hm beginnt die Rückfahrt nach Santa Cruz.

Sonnabend, 13.09.
Wir verlassen nun Flores mit dem Flieger um 11:40 h und landen in Horta auf der 3. Insel dieser Reise, Faial.

57b0E182807

Für Segler, die den Atlantik überqueren, ist hier eine wichtige Zwischenstation und ein berühmter Treffpunkt in Peter’s Bar „Cafe Sport“.

58b0E943059

Es ist auch schon lange ein Knotenpunkt zwischen Europa und Amerika für Seekabel zur Nachrichtenübertragung.

60b0E208642

62b14170913

61b14945308

Der Airport befindet sich nahe der Westspitze der Insel, hier gab es 1957/58 die Entstehung eines neuen Vulkanes, der ein Dorf zum Teil mit Lava verschüttete. Wir fahren auf etwa 400 m und beginnen die Tour zunächst entlang einiger kleinerer zugewachsener Krater und gelangen schließlich zum Ponta dos Capelinhos.

47b0F895464

48b0F723267

Auf frischem Lavagelände kann man auf dem Kraterrand zum höchsten Punkt gelangen mit Blick auf die wilde Küste.

52b0F597885

53b0F226231

Dann hinunter in den Krater mit weiterem Ozeanblick und wieder zum Rand. Nach 3 h, +/- 410/740 Hm und 7 km. Dann Transfer ins Hotel nach Horta, es gibt einen Gin Tonic in Peter’s Bar und dann Abendessen.

Sonntag, 14.09.
Morgens nach dem Frühstück gleich Abfahrt hinauf zur Caldera, dem Einsturzkrater in der Inselmitte. Von einem Parkplatz dann der Aufstieg von etwa 200 m zum Kraterrand, dessen höchster Punkt bei 1000 m liegt. Später geht es dann hinunter zwischen Bergurwald,

66b0F779714

bis nach einiger Zeit ein Pfad an einer Levada, einer steinernen Wasserleitung, abzweigt. Nach etwa 3 km kann man noch in einen kleinen, längst zugewachsenen Krater über einen Tunnel gelangen. Nach 3:20 h und 9,2 km mit + 252 m und – 460 m jetzt noch ein kurzes Stück zum Bus und zurück nach Horta an die Hafenmeile. Um 17:15 h geht die Fähre auf die Nachbarinsel Pico, wo wir 3 Tage im Ort Lajes do Pico an der Südküste bleiben werden. Das Hotel liegt nur ca. 100 m vom Hafen entfernt.

77b17617681

Ich gönne mir zum Sonnenuntergang einen kleinen Drink draußen auf den Holzbänken der Hafenkneipe. Abendessen in einem nahegelegenen sehr guten Lokal.

Montag, 15.09.
Zunächst eine Busfahrt nach Calhau am Ostende der Azoreninsel.

70b0E953507

Die Wanderung führt nun nach Süden immer direkt an der Küste entlang, zunächst durch von Lavamauern eingegrenzte malerische Weingärten, die Reben tragen blauschwarze Trauben, auf Pico wird recht guter Weiß- und Rotwein angebaut. Weiter geht’s weglos auf den scharfkantigen Lavaklippen.

73b0F712624

Die Wellen schlagen gegen die steile Küste, und am Horizont ist die Nachbarinsel Sao Jorge zu erkennen.

75b0F739765

Gegen Ende geht die 6,7 km lange Route in einen Pfad durch die Baumheide über, und nach zweieinhalb Stunden ist zuerst der Leuchtturm und dann Mantenha erreicht. Durch das Auf und Ab auf dem Lavagestein kommen 282 Höhenmeter zusammen. Anschließend eine Rundfahrt auf dem Ostteil der Insel und eine Weinprobe mit Brot, Wurst und Käse.

Dienstag, 16.09.
Start zur Wanderung auf dem Hochplateau zwischen Lajes und Sao Roque auf einer Höhe von ca. 880 m um 10 h. Es geht hindurch zwischen erkalteten Vulkankegeln und dann hinab durch Baumheide und später durch Urwald auf schmalem Pfad. Immer hat man den Blick auf den Atlantik und die Insel Sao Jorge, die wir morgen mit der Fähre ansteuern werden. Schließlich ist nach 10 km auf Meereshöhe das heutige Ziel Baia de Canas direkt am Atlantik erreicht, Hm +82 / -849.

69b0E632305

Mittwoch, 17.09.
Dieser Tag verlief anders als geplant. Heute sollte eine Fahrradtour stattfinden, auch für mich natürlich. Ich wollte auf die am Vormittag stattfindende Museumsbesichtigung verzichten und hatte vor, bis 8 h zu schlafen. Schon früh morgens weckte mich der krähende Dorfhahn von Lajes do Pico. Ich hatte also die Idee, schon um 7 Uhr einen einstündigen Morgenlauf zu starten. Unterwegs beobachtet man die Umgebung und die Wolken am Himmel. Und…….. da wo sie immer  die Sicht versperrten, sah man ihn jetzt in seiner vollen Größe in der roten Morgensonne stehen, den mit 2351 m höchsten Berg Portugals, den….Pico! Der Wind war weniger als zuletzt, die Temperaturen o.k. Da gestern die Besteigung nicht möglich war wegen der Wetterverhältnisse am Berg, beschloß ich während des Laufes: Du mußt da heute rauf!! Verschwitzt wie ich war, schnappte ich mir sofort Reiseleiter Jose und bat ihn, sich darum zu kümmern, es war schon gegen 8 Uhr. Er eierte etwas rum, es wäre schon zu spät usw. … Ich machte ihm aber klar, was ich wollte, und ein paar Minuten und 2-3 Telefonate von Jose später war der Ablauf klar: Ich mache mich sofort startklar, packe meine Summit-Club-Reisetasche zum späteren Abtransport auf die Fähre, lasse mir von der Küche ein Lunchpaket geben und fahre mit dem Taxi zur Berghütte am Einstieg zum Pico. Dort auf 1221 m wartet Bergführer Renato mit anderen Teilnehmern auf mich, zwei englische und belgische Paare. So geschieht es, Renato ist ein Bergführer, wie man ihn sich wünscht, es wäre kein Problem, die Chance hätte ich ja nie wieder, und er wundert sich, daß ich der einzige Teilnehmer aus der Gruppe bin…… Also los geht’s, beste Verhältnisse, zwar kräftiger Wind, aber kein Problem.

79b17106035

80b17139585

Der Aufstieg ist teils steil und uneben, so wie die Lava vor vielen tausend Jahren erkaltet ist, auf halbem Weg kommt eine größere Gruppe von oben, deren Führer sagt, es wäre zu starker Wind, sie wären umgekehrt. Renato sagt mir, das ist Unsinn, und weiter oben wird der Wind sogar schwächer. Die Sicht ist fantastisch, und nach 3 1/2 h erreichen wir den Kraterrand,

85b0F307427

der Pico (auf deutsch Gipfel) ist ja schließlich ein Vulkan, und darin steht ein weiterer kleiner Vulkankegel, der auch den Gipfel bildet und nur mit etwas Kletterei zu erreichen ist.

90b17707345

Oben großartige Rundumsicht auf die Insel Pico, ja sie heißt auch so, und die Nachbarinseln Faial und Sao Jorge, auf der ich heute Abend sein werde.

94b14657365

97b0F131056

99b0F606835

Wieder unten am Kraterrand, es ist ca. 13 Uhr, gibt es eine Rast, ich habe heute noch nichts gegessen.

101b0E598090

103b0E208510

104b0E717522

Danach geht es ‚runter, gegangene Höhenmeter +/- 1507, Strecke 10 km, wir bekommen ein Certificado, und Renato fährt mich nach Madalena, wo ich aufgesammelt werde, Busfahrt nach Sao Roque und Fährüberfahrt nach Velas auf Sao Jorge.

108b14181924

Spätes Abendessen im gemütlichen Hotel, hoch über der Küste mit Blick auf Pico und Faial.

Donnerstag, 18.09.
Start auf der Hochebene in der Inselmitte auf etwa 700 m, es geht eine Schlucht hinunter,

109b14305165

110b14998469

in Serpentinen durch grünes Bergland, entlang eines Wildbaches, der kleine Wasserfälle bildet, mit Blick aufs Meer.

116b0F076478

117b17848722

Das Wetter ist aufgelockert und warm. Wir erreichen den Atlantik bei Santo Christo, Rast an einer Kirche, und folgen der Küste

118b17272787

bis Faja de Cubres, nach 10 km und +212 / -868 Hm ist bei einem kleinen Café das Ziel erreicht.

119b17878310

Freitag, 19.09.
Vor dem Flug nach Ponta Delgada auf Sao Miguel noch einmal ein Blick auf den Pico und dann eine schöne Sicht aus dem Flieger.

120b17844998

121b14593426

122b14451082

Vom Flughafen fährt der Bus direkt zum Ausgangspunkt der Wanderung

125b0E092351

zum Lagoa Verde und Lagoa Azul, dem grünen und dem blauen See, vorbei an einer alten Wasserleitung.

126b0E202745

Der Weg führt am Kraterrand entlang, die besten Aussichtspunkte sind der Königinnen- und der Königsblick.

128b0E741756

129b0E836727

131b0E936345

132b0E883853

133b17525502

135b17728725

Heute 10,4 km in 2 h 40 min mit +196 / -643 Hm. Anschließend Fahrt zum Hotel in der Altstadt von Ponta Delgada, nahe des Zentrums. Vor dem Abendessen ist noch Zeit zum Verweilen auf dem Platz an der Kirche vor dem Café Central.

137b17753344

Sonnabend, 20.09.
Die Letzte Tour führt zum Lagoa do Fogo. Von der Straße auf 713 m führt ein steiler Pfad mit hohen Stufen und einer Leiter hinunter zum Feuersee, 582 m.

141b17986044

142b17806952

143b17998592

144b17534629

Ich folge dem Ufer, bis es unwegsam wird. Es ist hier sehr ruhig, keine anderen Wanderer, nur hunderte Möwen bevölkern ihren Stammplatz am Strand, fühlen sich gestört und fliegen schreiend weg. Um zwei Landzungen herum führt mich nach 6,4 km und +- 151 Hm der Weg wieder zurück und hinauf zur Straße.

Sonntag, 21.09.
Rückflug am Morgen von Ponta Delgada nach Frankfurt und weiter mit dem ICE nach Hamburg.
Um ca. 20 Uhr bin ich wieder zu Hause.

Dietrich Eberle            17.11.2014

Veröffentlicht unter Bergsteigen | Kommentare deaktiviert für Azoren 07. – 21. September 2014

Schluß mit Lustig!

Mein Urlaub ist zuende und jetzt beginnt wieder der Ernst des Lebens, das heißt, Marathon laufen und sich schon richtig auf den Winter einstellen!

0E911919

Also auf geht´s Sonnabend Morgen nach Oldenburg, Tammo hat einen Marathon im Eversten Holz ausgeschrieben, ein waldähnlicher Park oder parkähnlicher Wald, der eine knapp über 2 km lange Strecke ermöglicht, logischerweise 21 mal zu durchlaufen.

0E311721

Völlig überraschend sind auf dem Starterfoto auch wieder bekannte Gesichter dabei. Also los geht´s auf die gemeinsame erste Runde,

0E989995

vorbei am Weiher, Tammo sagt, hier könne man nach dem Lauf ohne Eintritt baden.            0E258804Die Wege sind sehr gut zu laufen, und nach dem 1. turn weiß man auch wohin. Als ich ins Ziel komme, ohne vom Krokodil gefressen worden zu sein, wird es bald dunkel und der Sonnabend ist schon mal sinnvoll verbracht.

Und was mache ich am Sonntag?

0E360165

Gabi und Frank aus Hornburg haben zum Geestmarathon eingeladen, es ist eine flache 4 km Strecke östlich der Bahnlinie HH-Cuxhaven  durch Apfelplantagen und freies Feld.

0E689655

Frank gibt noch ein Paar Infos  für die trotz des bewölkten und windigen Wetters gut gelaunten ca. 40 Teilnehmer, gut die Hälfte läuft Marathon.

0E736365

Zum Schluß gibt es als Zugabe noch Regen vom trüben Himmel

mod0E156997

und nach dem Zieldurchlauf noch eine heiße Suppe bei Gabi und Frank, Vielen Dank! (reimt sich sogar!).

Dietrich am 17.11.14

Veröffentlicht unter Laufberichte | Kommentare deaktiviert für Schluß mit Lustig!

Niemals aufgeben !!

14122395

Gunla hatte mir ihren Frankfurt-Startplatz überlassen, da konnte ich ja nicht nein sagen! Vorgesehen war eine Fahrt mit dem Wohnmobil in die Mainmetropole, aber meine Firma machte mir mit einer plötzlichen Dienstreise einen Strich durch die Rechnung. So entschloß ich mich, nach der Schongau-Dienstreise am Freitag von München nach Frankfurt zu fliegen und einen zusätzlichen Tag in Mainhattan zu verbringen. Die Startunterlagen habe ich mir sofort nach meiner Ankunft im Hotel nahe der Messe abgeholt, Halle 1, Ebene 2.  Ruth Jägers Ehemann und Betreuer Adam war hier für den Frankfurt Marathon engagiert und übergab mir persönlich den Starterbeutel.

14179306

Am Freitag war es auf der Marathonmesse auch noch entspannt und relativ leer. Am Sonnabend Morgen gönnte ich mir ein späteres Aufstehen und nahm mir vor, Frankfurt am Main noch einmal neu zu erkunden. Vor 40 Jahren war ich hier schon mal 3 Monate für meine damalige Firma, die alte AEG, aktiv, am Südufer des Mains, Theodor Stern Kai.

11962343

Über eine Fußgängerbrücke östlich des Hauptbahnhofes überquerte ich also den Main

11474164

und spazierte am Ufer mit Panoramablick auf die Stadt bis zum berühmten Eisernen Steg, der auch den Fußgängern vorbehalten ist.

11866714

11244068

Wieder am Nordufer hat man sofort den Römerberg mit dem Frankfurter Römer im Blick, einem der schönsten und ältesten Rathäuser Deutschlands.

14087774

 

14960162

Auch auf dem Römerberg, gegenüber, eine Reihe von historischen Fachwerkhäusern. Keine Frage, daß hier jede Menge Touristen aus aller Herren Länder unterwegs waren.

11584490

Gleich nebenan steht die Frankfurter Paulskirche, hier trat ab 1848 das erste deutsche Parlament zusammen. Nicht weit entfernt der „überragende“ Kaiserdom St. Bartholomäus, die Krönungskirche deutscher Kaiser und Könige.

11768168

 

14358766

Weiter ging’s vorbei an der alten Oper auf die förmlich von Touristen und Einheimischen überlaufene Zeil, die Haupteinkaufsmeile der Stadt, und zur historischen Hauptwache. Dann wurde es schlagartig ruhiger als ich das Westend mit den gewaltigen Hochhäusern durchquerte,

14479866

dazwischen noch ältere bürgerliche Wohnhäuser.

11640911

Nun war ich wieder,  wie von Zauberhand, am Messeturm und Haupteingang.

11016612

 

14469755

Start und Ziel wurden gerade aufgebaut.

14801328

In der Festhalle war schon die Nudelparty in vollem Gange. Am späten Nachmittag hatte ich noch Zeit, das Äppelwoiviertel Sachsenhausen zu besuchen, hier war ich damals 1974 vorwiegend nach Feierabend tätig, um die Sitten und Gebräuche der Hessen und vorwiegend der Frankfurter zu studieren, im Klartext: Äppelwoi (Vergorenen Apfelmost) zu trinken, zum Beispiel in der Traditionswirtschaft Dauth Schneider. Hier bestellte ich mir gegrilltes Rippchen mit Sauerkraut und natürlich Apfelwein. Das war die ideale Vorbereitung auf den Marathon am Sonntag. Trotzdem ging ich früh schlafen, plus einer geschenkten Stunde Zeitumstellung. Am nächsten Morgen war ich nach 10 Minuten Fußweg in Halle 1 und konnte nach der Gepäckabgabe noch in Ruhe einen Capuccino trinken + ein Stück Apfeltorte.

11969474

11438935

11170073

Der Start vor der Messe ging reibungslos, nachdem der Spaß-Sprecher die üblichen Sprüche losgelassen hatte (zeigt daß ihr alle da seid!, ich will alle eure Hände oben sehen, das ist euer Lauf……, bla… bla…. bla…..) Es ging jetzt in einigen Schleifen durch die Stadt, auch über den Main und später durch Außenbezirke,

11568924

dann zum Schluß wieder in Windungen durchs Zentrum und zum Ziel in der Frankfurter Festhalle mit vielen bunten Lichteffekten und Musik.

11719462

 

11039829

Mir waren es insgesamt etwas zu viele Windungen auf der Strecke! Der Kurs ist fast flach mit ganz wenigen leichten Anstiegen, etwa 60 Höhenmeter in Summe. Die anderen 100 MC‘ ler habe ich leider nicht getroffen, aber während ich das hier im Zug schreibe, hat mir Gunla die Ergebnisse geschickt: Renate Werz 6:04:23, Gerd Rudi Papcke 5:47:48, Sara und Joachim Kortika 5:42:04/03, Christine Schröder 5:37:42, Günter Heyer 5:38:12, Werner Britz 6:06:40, Manfred Gaudl 4:57:49. Ich selbst hatte mir vorgenommen, meine augenblicklich gültige „Schallmauer“ von 5 h zu überwinden, und das ist mir mit 4:55:23 gelungen. Es war voll im Innenhof der Messe auf der Verpflegungsmeile, ich kämpfte mich zum Gepäck und zu den Duschen durch, das war, wie die gesamte Veranstaltung mit großer Sportmesse, gut organisiert und funktionierte reibungslos. Gunla hatte schon mitbekommen, daß ich nach ewiger Zwangspause unter 5 h geblieben war und gratulierte mir mit einer SMS. Jetzt blieb nur noch der Weg zur S-Bahn, die Fahrt zum Hbf und weiter mit Direktzug nach Hamburg. Gunla holte mich um 20:38 h an Gleis 12 ab für den Heimweg nach Hittfeld.

Dietrich Eberle           26. Oktober 2014

Veröffentlicht unter Laufberichte | Kommentare deaktiviert für Niemals aufgeben !!

Marathon im Zeichen der Hanse

Stralsund und Lübeck am 18. und 19.10.

Wo fährt man hin zum Marathon, wenn man die Qual der Wahl hat, es muß ja auch die Entfernung der Orte berücksichtigt werden? So machte ich mich am Freitagnachmittag zum 3. Mal auf den Weg zum Rügenbrückenmarathon, parkte abends meine rollende Einzimmerwohnung auf der Hafeninsel nahe der Gorch Fock an Start und Ziel und erledigte die Nachmeldung.

17151064

Der Start war am Sonnabend um 9:30 h, es war noch sehr neblig, ……

17057472

 

0F703065

17051117

………erst zum Start lichtete es sich etwas.

0F828842

0F079409

0F709723

Es geht in einer Schleife durch die Stadt, dann über die neue Rügenbrücke, und durch die Ortschaften Altefähr und Poppelwitz laufen die über 100 Teilnehmer auf die …….

17647748

17220111

……..Wendepunktstrecke entlang der Westküste Rügens, ………

17216072

……..dann nach Rambin, wo ein Feuerwehrmann den Umkehrpunkt markiert. Schon weit vorher kommen die schnellen Hirsche mir entgegen, ……..

17178725

13042866

……..viele von ihnen haben Zeit für einen kurzen Zuruf. Es war bedeckt und windig, aber kein Regen. Die Strecke kam mir diesmal beschwerlich vor, ……

13330814

……..aber irgendwann hatte ich auch die alte Rügenbrücke überquert, dann waren es noch 2 km. Meine ca.-Zeit ist auf dem Zielbogen zu sehen.

13406396

Es gibt einen Shuttle-Service zu den Duschen, und dann muß ich schon wieder los, die nächste Hansestadt wartet. Es ist Lübeck !

13977881

2001 und 2002 fand hier schon mal ein Marathon statt, aber die Strecke des neuen Marathons führt nach Travemünde und zurück. Auf der Wallhalbinsel gibt es einen WoMo-Standplatz, man braucht zu Fuß ca.15 Minuten zum Markt am Rathaus, nahe der Marienkirche.

13583747

Hier ist Start und Ziel, die Startunterlagen gibt es im Haerder Center.

17938968

13254043

Wie schon aus der Starterliste zu erwarten, treffe ich einige 100er, Christine, Klaus, Torsten, Ole.

0E925249

17073656

 

Torsten hatte wohl seine Schuhe vergessen……….

 

17119999

…………..und wollte deshalb barfuß laufen, aber zum befestigen der Chips nahm er dann doch Duschsandalen.

Heute sind über 300 Läufer am Start vor dem historischen Rathaus, …….

0E999724

0E155801

……………um 10 h geht es im Eiltempo gleich bergab zum berühmten Holstentor ……….

17906383

0E575515

………….und auf die B 75, durch den Herrentunnel über Kücknitz nach Travemünde.

13200953

Hier haben wir jede Menge Zuschauer  entlang des Travehafens und an der Strandpromenade mit Wendepunkt.

0E892237

13559933

17072656

17805004

13633396

13923647

Die 100er begrüßen sich bei dieser Gelegenheit natürlich! Alle Läufer waren begeistert von den sehr freundlichen und engagierten Helfern entlang der Strecke. Heute ist es sonnig, aber auch ziemlich windig. Die 42 km fielen mir nicht so leicht, und meine Zeit vom Vortag konnte ich nicht ganz erreichen, aber immerhin 5:20 h.

17768001

Zum Zentralbad mit den Duschen ist es auch nur ein kurzer Weg,und als es zu tröpfeln beginnt, bin ich auf dem Weg zum Parkplatz, und als der Wolkenbruch einsetzt, schon auf der Autobahn.

Dietrich Eberle             20.Oktober 2014

Veröffentlicht unter Laufberichte | Kommentare deaktiviert für Marathon im Zeichen der Hanse

20 x Schwarzwaldmarathon in Bräunlingen !

Am 13.10.74 war ich das erste Mal in Bräunlingen, es war erst mein zweiter Marathon überhaupt. Über die Jahre war ich immer wieder dort, meine Bestzeit auf dieser Strecke liegt bei 3:18:05. 40 Jahre später habe ich mich auf den Weg gemacht, um zum 20. Mal diese große Waldrunde mit 450 Hm zu erleben.

0E600717

Schon am Freitag ging es in den Süden, am Sonnabend war die Wutachschlucht geplant, eine Wanderung von 13,5 km durch eine einzigartige Urlandschaft in einem wilden Flußtal.

0E433840

16751312

0F856755

Auch hier kommen ca. 300 Hm zusammen, eine gute Aufwärmstrecke für den 47. Schwarzwald-Marathon.

13817743.jpg

Diesmal stellte ich mein WoMo an der Schattenmühle ab, am oberen Ende des Flußtals. Von hier fährt dann ein Bus zur Wutachmühle stromabwärts, wo heute meine Tour beginnt.

13440286.jpg

13698961.jpg

Es sind noch etliche Wanderer an der Wutachmühle, aber bald bin ich allein auf weiter Flur. Es regnet teilweise, und die Pfade sind sehr matschig, aber ich habe diese Schlucht schon so oft wie den Marathon bewältigt, bei allen Witterungsvarianten.

13579903

16666179

Der Nebel hängt noch über dem Fluß und zwischen den Bäumen und Felswänden, erst später kommt teils die Sonne durch. An einer Biegung fließt Wasser aus dem Fels, das stromaufwärts versickert war. Hoch oben vom in den Fels geschlagenen Pfad sieht man die Wutach dahinströmen.

0E932192

0F834675.jpg

0E317936

13134492

5 km vor dem Ziel laufe ich durch das ehemalige Bad Boll, hier gab es Ende des 19. Jahrhunderts ein Kurhotel und eine Mineralquelle, das sollte gegen Krankheiten wie die Krätze helfen.

16523601

Nur die Kirche steht noch, halb zugewachsen.

16284940

Zum Schluß ist der unwegsamste Teil des Weges mit Baumwurzeln und Felsen zu überwinden, ich habe 3 ½ h benötigt, es ist kein Spaziergang. Ich erinnere mich, früher auch mal hin und zurück gegangen zu sein. Von der Schattenmühle fahre ich dann wieder nach Bräunlingen, um mein Campmobil an Start und Ziel abzustellen und mir die Startunterlagen zu holen. Abends war ich wieder im Traditions-Gasthaus Zacher, jetzt italienisch geführt, aber auch mit deutscher Küche. Hier saß ich schon gestern am Stammtisch, wo man interessante Leute trifft, z.B. zwei in die Jahre gekommene ehemalige Marathonsieger der Jahre 1976 und 78. Wieder die Frage: „Was, du bist extra für den Marathon aus Hamburg hierher gekommen??“ „Na klar!!“ Aber das kennt man ja.

0F098181

Am nächsten Morgen brauchte ich praktisch nur aus dem Wohnmobil zu fallen, um am Start zu sein.

0E172128

0F024973

Auch hier war ein Profisprecher am Werk, der das Feld um 9:30 h auf die Runde schickte, zunächst durch das historische Stadttor mit Turm, durch den Ort, 700 m hoch gelegen, mit vielen Zuschauern und traditionellem Glockengeläut, über die Felder und nach wenigen km in den Wald.

0E746237

0E994903

Der Kurs steigt bis 18 km an, ca. 1000 m Höhe sind erreicht, wenn es nicht neblig wäre, hätte man hier Fernsicht. Viele km laufe ich mit einem Läufer aus Herrenberg, er hat hier sozusagen Heimspiel. Das hilft bei meinem Minimalziel, der Sollzeit.

13919308

Weiter schnurgerade über die Lange Planie und die Seemannsallee, noch eine Steigung bei 23 km, dann geht’s bergab, über die Lange Allee, das Feld von 300 Teilnehmern hat sich weit auseinandergezogen. Bei km 34 dann der kleine Ort Unterbränd am Waldrand, hier haben wir früher oft übernachtet, im Gasthof Seeblick oder bei Frau Schalk in der Pension, oder beim Bauern.

13704985

Jetzt wieder über Felder, durch Waldhausen, und die letzten Schilder 40, 41, 42 kündigen Bräunlingen an, hinten ragt der Kirchturm empor.

13610984

Ich komme heute gut zurecht, kann ohne Probleme den Zielbogen durchlaufen, beste Zeit seit meiner Verletzung im April 2013. Auf dem Foto zeigt die Digitaluhr zufällig genau meine Nettozeit an.

13172899

Nach dem Duschen in der neuen großen Sporthalle genehmige ich mir Kaffee und Kuchen. Gegen 16:30 Uhr beginne ich schon die Heimfahrt, übernachte aber auf einem Rasthofparkplatz, um dann bequem am frühen Montagnachmittag das Ortsschild von Hittfeld wiederzusehen. Mission 20 erfolgreich abgeschlossen!

Dietrich Eberle               14.10.2014

Veröffentlicht unter Laufberichte | Kommentare deaktiviert für 20 x Schwarzwaldmarathon in Bräunlingen !